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Klaus Holetschek
CSU
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Frage von Vanessa T. •

Was tragen Sie zur Steigerung des Kindeswohls bei?

Laut aktueller UNICEF-Studie zum Kindeswohl rangiert Deutschland auf Platz 25 und schneidet somit unterdurchschnittlich ab. Welche Maßnahmen ergreifen und unterstützen Sie auf Landesebene, damit Kinder und Familien gestärkt werden?

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Antwort von CSU

Sehr geehrte Frau T.,

vielen Dank für Ihre Anfrage und den Hinweis auf die aktuelle UNICEF-Studie zum Kindeswohl. Die darin angesprochenen Befunde nehme ich sehr ernst. Kinder und Jugendliche brauchen gute Startchancen, verlässliche Unterstützung, starke Familien und ein Umfeld, in dem sie sicher aufwachsen, lernen und sich entfalten können.

Für mich ist klar: Politik muss hier auf mehreren Ebenen ansetzen – bei guter Kinderbetreuung, bei Bildung und Teilhabe, bei Familienbildung, bei Jugendsozialarbeit und bei der Stärkung der Jugendarbeit insgesamt.

Bayern versteht sich als Familienland. Deshalb investiert der Freistaat im Doppelhaushalt 2026/2027 über 10 Milliarden Euro in familienpolitische Leistungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Kindertagesbetreuung. Für die Förderung von Kindertageseinrichtungen stehen im Doppelhaushalt rund 8 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit unterstützt der Freistaat die Kommunen bei einer wichtigen Aufgabe und investiert zugleich gezielt in frühkindliche Bildung.

Wichtig ist mir dabei: Es geht nicht nur um mehr Plätze, sondern auch um Qualität. Im Zuge der anstehenden Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes wird die staatliche Betriebskostenförderung deutlich erhöht – im Endausbau im Jahr 2029 um 25 Prozent. Bereits 2026 wurde die Förderung im Vorgriff auf die Reform um 280 Millionen Euro und damit um mehr als 10 Prozent erhöht.

Darüber hinaus unterstützt Bayern die Kommunen beim Ganztagsausbau. Ergänzend arbeitet das Bayerische Familienministerium derzeit an einem weiteren Sonderinvestitionsprogramm für Kindertageseinrichtungen. In den kommenden vier Jahren sollen hierfür weitere knapp 210 Millionen Euro für Investitionen, insbesondere für notwendige Sanierungsmaßnahmen, zur Verfügung stehen.

Neben der Betreuung ist auch die Unterstützung von Familien im Alltag entscheidend. Mit den Familienstützpunkten fördert der Freistaat wohnortnahe Anlaufstellen, Beratung und Familienbildung. Familien sollen dort niedrigschwellig Hilfe, Orientierung und konkrete Angebote finden.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Jugendsozialarbeit an Schulen. Gerade Kinder und Jugendliche, die sozial benachteiligt sind oder besondere Unterstützung brauchen, benötigen frühzeitig Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Die Jugendsozialarbeit an Schulen hilft bei persönlichen, sozialen oder erzieherischen Problemen und stärkt damit Teilhabe, Bildungschancen und die Entwicklung junger Menschen.

Auch die Jugendarbeit bleibt ein zentraler Bestandteil bayerischer Politik. Der Freistaat schafft seit Jahren verlässliche Rahmenbedingungen für die Jugendverbände und die offene Jugendarbeit. Mit dem Bayerischen Aktionsplan Jugend werden zudem Beteiligung, Meinungsbildung und der Dialog mit jungen Menschen gestärkt – etwa durch Jugendpolitiktage, Zukunftsdialoge, das Fest der Demokratie oder Digital Streetwork Bayern.

Die UNICEF-Studie zeigt aus meiner Sicht: Wir dürfen beim Kindeswohl nicht nachlassen. Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche gehört werden, Familien entlastet werden und Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Bayern ist hier bereits mit vielen konkreten Maßnahmen aktiv. Zugleich bleibt es eine dauerhafte Aufgabe, die Angebote weiterzuentwickeln und Kinder, Jugendliche und Familien noch besser zu stärken.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Holetschek, MdL

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