Jahrgang
1976
Wohnort
Bonn
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaften, Öffentliches Recht, Literaturwissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wahlkreis

Wahlkreis 96: Bonn

Wahlkreisergebnis: 8,4 %

Liste
Landesliste Nordrhein-Westfalen, Platz 3
Parlament
Bundestag

Bundestag

Dieselfahrzeuge sollen wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes aus den Innenstädten verbannt werden.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Wir wollen die Luft rasch sauberer machen und die Gesundheit der Menschen schützen. Wir fordern deshalb eine schnelle und wirksame Nachrüstung der schmutzigen Diesel. Fahrverbote können nur das letzte Mittel sein, wenn das nicht wirkt.
Die Politik soll festlegen, wie viele Flüchtlinge Deutschland jedes Jahr aufnimmt.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Wir wollen Fluchtursachen nachhaltig bekämpfen, legale Wege durch Kontingente schaffen und in Deutschland die Integrationsbedingungen verbessern. Eine Obergrenze lehnen wir ab.
Massentierhaltung muss reduziert werden, auch wenn das höhere Fleischpreise bedeutet.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Wir wollen in den nächsten 20 Jahren aus der Massentierhaltung, die Tier und Umwelt schädigt, aussteigen. Höhere Hartz 4 Sätze und ein gutes Schul- und Kitaessen sollen sicherstellen, dass sich auch ärmere Menschen gutes Essen leisten können.
Zur Vermeidung von Altersarmut müssen die Renten deutlich erhöht werden.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Menschen, die den größten Teil ihres Lebens gearbeitet, Kinder erzogen, andere Menschen gepflegt oder sonstige Anwartschaften erworben haben, sollen eine Rente beziehen, die oberhalb der Grundsicherung liegt - ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Anrechnung von betrieblicher und privater Vorsorge.
Vermieter sollen ohne eine staatliche Mietpreisbremse entscheiden können, wie viel Miete sie verlangen.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Die zahllosen Schlupflöcher und Ausnahmen machen die Mietpreisbremse der Bundesregierung wirkungslos und belasten die MieterInnen mit 310 Mio. Euro in nur einem Jahr gegenüber einer wirksamen Mietpreisbremse, wie wir sie wollen. Die Schlupflöcher und Ausnahmen wollen wir deshalb streichen.
Es muss ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Der Austausch von Politik und Interessenvertretungen ist Element einer funktionierenden Demokratie. Doch Lobbytätigkeit im politischen Bereich muss transparent sein und nach klaren Regeln erfolgen. Wir fordern deshalb ein verbindliches, umfassendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister.
Ein vollständiges Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft darf es nicht geben.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Gentechnik gehört für uns nicht auf Acker und Teller. Sie widerspricht dem Ziel einer zukunftsfähigen, umweltgerechten Landwirtschaft. Auch genomeditierte Pflanzen und Tiere unterliegen nach unserer Auffassung dem Gentechnikrecht und damit einer Zulassungs- und Kennzeichnungspflicht.
Auf Autobahnen soll es ein flächendeckendes Tempolimit von 130 km/h geben.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Deutschland bildet hier seit Jahren eine Ausnahme. Wir wollen das Fahren auf der Autobahn stressfreier und sicherer machen – so kommen alle besser an. Wir würden allerdings ein Tempolimit von 120 km/h vorziehen.
Es soll einen verbindlichen Volksentscheid auf Bundesebene geben.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Seit vielen Jahren fordern wir Volksbegehren, Volksinitiative und Volksentscheid und haben dazu eingehende Vorschläge vorgelegt. Alle vier Jahre wählen zu gehen, reicht nicht. Die Demokratie muss sich gerade in dieser Zeit bewähren. Die BürgerInnen wollen längst mehr Mitsprache und Beteiligung.
Die Sicherheitsbehörden sollen mehr Befugnisse zur Terrorabwehr bekommen, auch wenn dafür Freiheitsrechte eingeschränkt werden müssen.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Sicherheitspolitik muss vor Kriminalität und Terror schützen und gleichzeitig die Bürgerrechte wahren. Wir stehen für einen freiheitlichen und starken Rechtsstaat, denn nur der gewährleistet Sicherheit. Deutschland soll für alle Menschen, die hier leben, ein sicheres Land bleiben.
Der Kohleabbau als wichtige Übergangstechnologie muss weiterhin staatlich gefördert werden.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Deutschland kann nicht Klimaschutzland werden und Kohleland bleiben. Wir wollen deshalb jetzt den schrittweisen und planbaren Ausstieg aus der Kohlekraft starten. Die betroffenen Regionen sollen beim erforderlichen Strukturwandel mit Bundesmitteln unterstützt werden.
Die Kitabetreuung von Kindern soll grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Wir wollen beitragsfreie Bildung von Anfang an. Es fehlen in den nächsten Jahren etwa 350.000 Plätze. Solange es Kinder gibt, die keinen Platz bekommen, wollen wir die fehlenden Angebote schaffen. Aber: Kein Kind darf ausgeschlossen sein, weil es sich die Eltern nicht leisten können.
Die Bundesregierung soll keine Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie der Arabischen Halbinsel genehmigen.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Rüstungsexporte in Konfliktregionen sind schon nach den bestehenden „Politischen Grundsätzen“ nicht zu genehmigen. Da sich die Bundesregierung nicht daran hält, wollen wir ein verbindliches Rüstungsexportkontrollgesetz, das Ausfuhren deutlich beschränkt und an autoritäre Regime verbietet.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sein müssen.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Die Sicherheitslage vor Ort hat sich verschlechtert. Abschiebungen dorthin lehnen wir ab. Sie sind eine politische Machtdemonstration auf Kosten der Betroffenen. Anstatt die afghanischen Geflüchteten zu verunsichern, sollten die Integrationskurse geöffnet und Perspektiven hier geschaffen werden.
Die Kirchensteuer soll abgeschafft werden.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Die Mitgliedschaft in Kirchen und Religionsgemeinschaften wird frei begründet und beendigt. Daher kann jeder selbst entscheiden, ob er oder sie kirchensteuerpflichtig sein möchte. Wir wollen die Kirchenfinanzen transparenter machen und den Kirchensteuereinzug reformieren.
Die EU hat nur dann eine Zukunft, wenn die Mitgliedsstaaten auf Kompetenzen verzichten.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Nur mit einem vereinten Europa können wir unsere Lebensgrundlagen schützen, Globalisierung gestalten, eine zukunftsfähige Wirtschaft schaffen und Frieden sichern. "Mehr Europa" gilt für uns nur dort, wo die EU besser in der Lage ist, den BürgerInnen zu dienen, als die nationale Ebene.
Der Spitzensteuersatz soll deutlich erhöht werden, mindestens wieder auf 53% wie in den 1990er Jahren.
Position von Katja Dörner: Neutral
Wir wollen ein gerechtes Steuersystem und zielgenaue Unterstützung, vor allem für Familien. Geringe und mittlere Einkommen entlasten wir über eine Anpassung des Grundfreibetrags, finanziert durch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes für Single-Einkommen ab 100.000 Euro.
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Es gibt viele Möglichkeiten, auch ohne Befristungen flexibel zu wirtschaften, z.B. mit Arbeitszeitkonten. Aber auch Befristungen können ihre Berechtigung haben. Allerdings wollen wir sie auf die Fälle beschränken, wo es wirklich einen sachlichen Grund gibt, z.B. bei Elternzeitvertretungen.
Der Besitz und Anbau von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Die Verbotspolitik ist gescheitert. Mit unserem Cannabiskontrollgesetz wollen wir für Erwachsene eine kontrollierte Möglichkeit zum legalen Erwerb, Anbau und zur Herstellung von Cannabisprodukten schaffen. Kinder und Jugendliche können so wirksam geschützt und der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden.
Weil Menschen immer älter werden, sollen sie auch länger arbeiten.
Position von Katja Dörner: Lehne ab
Menschen sollen selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen. Der Übergang sollte freier gestaltet werden, Rente und Erwerb leichter kombiniert werden können. Das käme besonders Menschen in belastenden Berufen entgegen. Viele wollen z.B. länger arbeiten, aber mit kürzeren Arbeitszeiten.
Parteispenden von Unternehmen und Verbänden sollen verboten werden.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Wir wollen Spenden an Parteien auf natürliche Personen mit einer jährlichen Obergrenze pro Person beschränken. Zudem brauchen wir mehr Transparenz sowie klare Regeln für Parteisponsoring, damit BürgerInnen erkennen können, ob eine Einflussnahme auf politische Entscheidungen erfolgt.
Die Öffentlichkeit muss bei Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA stärker beteiligt werden.
Position von Katja Dörner: Stimme zu
Wir brauchen faire Handelsabkommen, die transparent und demokratisch verhandelt werden. Mit Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA wird tief in den Alltag der Menschen eingegriffen. Da ist Intransparenz der Bevölkerung und den Parlamenten gegenüber inakzeptabel und undemokratisch.

Die politischen Ziele von Katja Dörner

Liebe Bonnerinnen und Bonner,

wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt – der Spruch ist alt und doch aktueller denn je. Denn die Klimakrise schreitet voran. Wir sind die erste Generation, die ihre Folgen spürt – selbst im schönen Bonn – und wir sind die letzte, die etwas dagegen tun kann. Wir brauchen jetzt konkrete Maßnahmen: Ausbau der erneuerbaren Energien und der E-Mobilität, Ausstieg aus der Kohle und der Massentierhaltung.

Mein Herz schlägt für die Kinder- und Familienpolitik.

Dass immer noch fast ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland in Armut aufwächst, muss ein Ende haben. Ich kämpfe in Berlin für eine Kindergrundsicherung, damit dem Staat alle Kinder gleich viel wert sind, und für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz, denn Kinder und ihre Rechte müssen endlich überall Gehör finden.

Ich setze mich in Berlin und vor Ort dafür ein, dass Bonn sich weiterhin gut entwickelt: als internationale Stadt und UN-Standort mit vielfältigen Verknüpfungen zu den Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und NGOs, als Wissenschaftsstadt, kulturelles Zentrum der Region und als Standort von Unternehmen unterschiedlichster Größe und Ausrichtung. Das Berlin-Bonn-Gesetz muss erhalten und auf zusätzlicher vertraglicher Grundlage fortgeschrieben werden.

 

Alle Fragen in der Übersicht

(...) Diese Verbände investieren viel Geld, damit Gesetze in ihrem Sinne und nicht im Sinne der Gesamtbevölkerung formuliert werden. Was werden sie im Falle eines bundestagsmandates tun, damit ich wieder ruhiger schlafen kann?

Von: Znep Guryra

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

Wie ist Ihre Haltung zu einer Jamaika-Koalition?

Von: Zvpunry Mjrvt

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

(...) als Grüne haben wir für die Zeit nach der Bundestagswahl keine Koalition ausgeschlossen (abgesehen davon, dass wir mit der AfD natürlich nichts zu tun haben wollen) - ich finde das richtig, denn die demokratischen Parteien sollten untereinander die Möglichkeiten für eine Koalition ausloten. Sollte es am Sonntag ein Wahlergebnis geben, dass nur eine Große Koalition oder ein Jamaika-Bündnis möglich macht, werden wir sicherlich mit den Kolleg*innen der anderen Parteien über eine mögliche Koalition sprechen. Ich will aber nicht verhehlen, dass ich mir nicht vorstellen kann, welche relevanten Veränderungen bspw. (...)

(...) Wenn Sie die Reihenfolge der Themen bestimmen könnten, welches würden Sie ganz oben auf Ihre Liste setzen? Wofür brennt Ihr Herz? (...)

Von: Znexhf Ivynva

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

(...) Besonders am Herzen liegen mir die Bekämpfung der Klimakrise und endlich etwas gegen die steigende Anzahl armer Kinder und Jugendlicher zu tun. Diese Herzensanliegen bilden sich gar nicht so unmittelbar in den Thesen von Abgeordnetenwatch ab .... (...)

# Gesundheit 29Aug2017

(...) falls Sie gewählt werden: was ist Ihre Position, bzw. wie setzen Sie sich dafür ein, dass die Situation im Gesundheitssystem verbessert wird? Insbesondere mit Blick auf Hebammen, die auf Grund der ständig steigenden Versicherungen oft nicht mehr ihrem ursprünglichen Beruf nachgehen können, aber auch bei der Überlastung von Ärzten, Krankenschwestern und Pflegepersonal im Klinikbetrieb, während zeitgleich die Krankenkassen Rekordgewinne einfahren? (...)

Von: Xngwn Oeöffr

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

(...) Das bedeutet, dass dann genau ermittelt werden kann, wie viele Pflegekräfte es für viele pflegebedürftige Menschen bzw. Patientinnen und Patienten braucht, um eine gute Versorgung sicherzustellen. Das muss Grundlage für die Personalausstattung werden. (...)

(...) Sie schreiben, dass Sie die Kirchensteuer beibehalten moechten, da es jedem Buerger freigestellt ist, ob dieser einer Kirche beitreten moechte oder nicht. Nach dieser Logik muesste der Staat aber auch fuer andere Religionsgemeinschaften Steuern einziehen, z.B. Judentum und Islam. (...)

Von: Orarqvxg Uvryfpure

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

(...) Die Möglichkeit, Kirchensteuer einzuziehen, ist Religionsgemeinschaften vorbehalten, die den Status "Körperschaft des öffentlichen Rechts" innehaben. Um eine solche zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. (...)

# Internationales 27Aug2017

(...) Wie ist Deine Einstellung zu Ramstein, ohne das der amerikanische (völkerrechtswidrige) Drohnenkrieg nicht möglich wäre? (...)

Von: Pbaal Orfy

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

(...) Wir haben uns immer für eine restriktive Rüstungsexportpolitik eingesetzt. Auf unser Betreiben hin wurden die Politischen Grundsätze für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern im Jahr 2000 verschärft und um das Kriterium der Achtung der Menschenrechte ergänzt. (...)

# Umwelt 24Aug2017

(...) auch Ihr Mitstreiter Ulrich Kelber (SPD) scheint ökologisch versiert zu sein und setzt Ziele für unsere Stadt und den Bund, die bezüglich Nachhaltigkeit nicht weit von den Grünen entfernt sind. Bitte sagen Sie mir, wieso sollte ich mich bei der BTW doch für eine Kandidatin der Grünen entscheiden? (...)

Von: Ynhen Xenhfr

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

(...) Eine vernünftige Klimaschutzpolitik muss konsequent und mutig sein – und sie wird erfolgreich sein, wenn wir darin auch die großen Chancen für Wirtschaft und Lebensqualität erkennen und nutzen. Um die Ziele von Paris zu erreichen, brauchen wir eine radikale klimapolitische Kehrtwende. (...)

Hallo Frau Dörner,

ist lange her, dass ich mal daran gedacht habe, Grün zu wählen. Durch Bonn mit dem Fahrrad ist schon fast ein Verstoß...

Von: Senax Ynatxnory

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

(...) Auch mit der steigenden Nutzung von E- Fahrrädern vergrößern sich entscheidend die zurückgelegten Distanzen und diversifizieren sich die Einsatzzwecke. Hierfür braucht es eine Radinfrastruktur, die dieser Entwicklung gerecht wird. NRW hat hier angesetzt und unter der vorherigen Landesregierung mit dem Radschnellweg Ruhr RS1 als bundesweitem Pilotprojekt, sechs weiteren laufenden Radschnellweg-Projekten und der Anpassung des Straßen- und Wegegesetzes bislang eine bundesweite Vorreiterrolle eingenommen. (...)

Ihre "Konkurrenten" der anderen Parteien nennen in ihren Profilen ihre mehr oder minder konkreten Ziele für Bonn für die nächste Legislaturperiode. Es wäre schön wenn Ihr Profil dahingehend vervollständigt werden könnte bzw. (...)

Von: Zvpunry Uress

Antwort von Katja Dörner
DIE GRÜNEN

Sehr geehrter Herr Uress,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich habe mein Profil erweitert....

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