Katharina Dröge

| Kandidatin Bundestag
Katharina Dröge
© Cornelis Gollhardt
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Jahrgang
1984
Wohnort
Köln
Berufliche Qualifikation
Diplom-Volkswirtin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages (seit 2013), Obfrau im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, Wettbewerbspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Wahlkreis

Wahlkreis 95: Köln III

Wahlkreisergebnis: 13,2 %

Liste
Landesliste Nordrhein-Westfalen, Platz 7
Parlament
Bundestag

Bundestag

Dieselfahrzeuge sollen wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes aus den Innenstädten verbannt werden.
Position von Katharina Dröge: Neutral
Wir wollen Fahrverbote vermeiden, indem wir die Gesundheit der Menschen wirksam schützen! Es braucht Hardware-Nachrüstung der schmutzigen Diesel. Software-Updates reichen nicht. Wir brauchen mehr Bus und Bahn, Fahrradwege und E-Autos. Ab 2030 wollen wir nur noch abgasfreie Autos zulassen!
Die Politik soll festlegen, wie viele Flüchtlinge Deutschland jedes Jahr aufnimmt.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Wir wollen Fluchtursachen nachhaltig bekämpfen, legale Wege durch Kontingente schaffen und in Deutschland die Integrationsbedingungen verbessern. Eine Obergrenze lehnen wir ab.
Massentierhaltung muss reduziert werden, auch wenn das höhere Fleischpreise bedeutet.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Wir wollen in den nächsten 20 Jahren aus der Massentierhaltung, die Tiere und Umwelt schädigt, aussteigen. Höhere Hartz 4 Sätze und ein gutes Schul- und Kitaessen sollen sicherstellen, dass sich auch sozial Schwächere gutes Essen leisten können.
Zur Vermeidung von Altersarmut müssen die Renten deutlich erhöht werden.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Der Staat muss sicherstellen, dass alle Menschen auch im Alter gut leben können. Dafür wollen wir Grüne eine Garantierente für alle einführen. Gleichzeitig darf die Belastung für die BeitragszahlerInnen nicht zu hoch werden. Ich setzte mich deshalb für eine solidarische Bürgerversicherung ein.
Vermieter sollen ohne eine staatliche Mietpreisbremse entscheiden können, wie viel Miete sie verlangen.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Die zahllosen Schlupflöcher und Ausnahmen machen die Mietpreisbremse der Bundesregierung wirkungslos und belasten die Mieterinnen und Mieter mit 310 Mio. Euro in nur einem Jahr gegenüber einer wirksamen Mietpreisbremse, wie wir sie wollen. Die Schlupflöcher und Ausnahmen wollen wir deshalb streichen
Es muss ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Der Austausch von Politik und Interessenvertretungen ist Element einer funktionierenden Demokratie. Doch Lobbytätigkeit im politischen Bereich muss transparent sein und nach klaren Regeln erfolgen. Wir fordern deshalb ein verbindliches, umfassendes und öffentlich zugängliches Lobbyregister.
Ein vollständiges Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft darf es nicht geben.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Gentechnik gehört für uns nicht auf Acker und Teller. Sie widerspricht dem Ziel einer zukunftsfähigen, umweltgerechten Landwirtschaft. Auch genomeditierte Pflanzen und Tiere unterliegen nach unserer Auffassung dem Gentechnikrecht und damit einer Zulassungs- und Kennzeichnungspflicht.
Auf Autobahnen soll es ein flächendeckendes Tempolimit von 130 km/h geben.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Deutschland bildet hier seit Jahren eine Ausnahme. Wir wollen das Fahren auf der Autobahn stressfreier und sicherer machen – so kommen alle besser an. Wir würden allerdings Tempo 120 vorziehen.
Es soll einen verbindlichen Volksentscheid auf Bundesebene geben.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Bereits seit vielen Jahren fordern wir Volksbegehren, Volksinitiative und Volksentscheid und haben dazu eingehende Vorschläge vorgelegt. Alle vier Jahre wählen gehen reicht nicht. Die Demokratie muss sich gerade in dieser Zeit bewähren. Die BürgerInnen wollen längst mehr Mitsprache und Beteiligung.
Die Sicherheitsbehörden sollen mehr Befugnisse zur Terrorabwehr bekommen, auch wenn dafür Freiheitsrechte eingeschränkt werden müssen.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Sicherheitspolitik muss vor Kriminalität und Terror schützen und gleichzeitig die Bürgerrechte wahren. Wir stehen für einen freiheitlichen und starken Rechtsstaat, denn nur der gewährleistet Sicherheit. Deutschland soll für alle Menschen, die hier leben, ein sicheres Land bleiben.
Der Kohleabbau als wichtige Übergangstechnologie muss weiterhin staatlich gefördert werden.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Deutschland kann nicht Klimaschutzland werden und Kohleland bleiben. Wir wollen deshalb jetzt den schrittweisen und planbaren Ausstieg aus Kohlekraft starten. Die betroffenen Regionen sollen beim erforderlichen Strukturwandel mit Bundesmitteln unterstützt werden.
Die Kitabetreuung von Kindern soll grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Wir wollen beitragsfreie Bildung von Anfang an. Es fehlen in den nächsten Jahren aber etwa 350.000 Plätze. Solange es Kinder gibt, die keinen Platz bekommen, wollen wir die fehlenden Angebote schaffen. Aber: Kein Kind darf ausgeschlossen sein, weil es sich die Eltern nicht leisten können.
Die Bundesregierung soll keine Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie der Arabischen Halbinsel genehmigen.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Wir wollen ein verbindliches Rüstungsexportgesetz, das Waffenlieferungen in Staaten außerhalb der EU und NATO beschränkt und an autoritäre Regime verbietet. Dass die Bundesregierung Waffen in Konfliktregionen und in Staaten liefert, die Menschenrechte systematisch missachten ist unverantwortlich.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sein müssen.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich verschlechtert. Abschiebungen dorthin lehnen wir daher ab. Sie sind eine Machtdemonstration auf Kosten der Betroffenen. Anstatt die afghanischen Geflüchteten zu verunsichern, sollten Integrationskurse geöffnet und Perspektiven hier geschaffen werden.
Die Kirchensteuer soll abgeschafft werden.
Position von Katharina Dröge: Neutral
Ich denke, dass die Kirchensteuer nicht ersatzlos gestrichen werden soll. Jedoch halte ich eine Reform für sinnvoll. Spenden für wohltätige Zwecke sollten der Kirchensteuer steuerrechtlich gleichgestellt werden. Kirchenaustritte müssen rechtssicher und gebührenfrei möglich sein.
Die EU hat nur dann eine Zukunft, wenn die Mitgliedsstaaten auf Kompetenzen verzichten.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Nur zusammen können wir unsere Lebensgrundlagen schützen, Globalisierung gestalten, eine zukunftsfähige Wirtschaft schaffen und Frieden sichern. Das geht nur mit einem vereinten Europa. "Mehr Europa" gilt für uns dort, wo die EU besser für die BürgerInnen ist, als die einzelnen Staaten.
Der Spitzensteuersatz soll deutlich erhöht werden, mindestens wieder auf 53% wie in den 1990er Jahren.
Position von Katharina Dröge: Neutral
Wir wollen ein gerechtes Steuersystem und zielgenaue Unterstützung, vor allem für Familien. Geringe und mittlere Einkommen entlasten wir über eine Anpassung des Grundfreibetrags, finanziert durch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes für Single-Einkommen ab 100.000 Euro.
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Es gibt viele Möglichkeiten, auch ohne Befristungen flexibel zu wirtschaften, z.B. mit Arbeitszeitkonten. Aber auch Befristungen können ihre Berechtigung haben. Allerdings wollen wir sie auf die Fälle beschränken, wo es wirklich einen sachlichen Grund gibt, z.B. bei Elternzeitvertretungen.
Der Besitz und Anbau von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Die Verbotspolitik ist gescheitert. Mit unserem Cannabiskontrollgesetz wollen wir für Erwachsene eine kontrollierte Möglichkeit zum legalen Erwerb, Anbau und zur Herstellung von Cannabisprodukten schaffen. Kinder- und Jugendliche können so wirksam geschützt und der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden.
Weil Menschen immer älter werden, sollen sie auch länger arbeiten.
Position von Katharina Dröge: Lehne ab
Menschen sollen selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen. Der Übergang in den Ruhestand soll freier gestaltet werden, Rente und Erwerb leichter kombiniert werden können. Das wäre besonders für Menschen in belastenden Berufen gut. Viele wollen z.B. länger arbeiten, aber mit kürzeren Arbeitszeiten.
Parteispenden von Unternehmen und Verbänden sollen verboten werden.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Wir wollen Spenden an Parteien auf natürliche Personen mit einer jährlichen Obergrenze pro Person beschränken. Zudem brauchen wir mehr Transparenz sowie klare Regeln für Parteisponsoring, damit BürgerInnen erkennen können, ob eine Einflussnahme auf politische Entscheidungen erfolgt.
Die Öffentlichkeit muss bei Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA stärker beteiligt werden.
Position von Katharina Dröge: Stimme zu
Ich habe mich im Bundestag gegen CETA, TTIP & Co. eingesetzt und werde das auch weiterhin tun. Statt solch unfairer, intransparenter Verträge brauchen wir Abkommen, die die Rechte von Verbrauchern und Herstellern sowie Umweltschutz zum Ziel haben, statt sie als lästige Nebensächlichkeiten abzutun.

Die politischen Ziele von Katharina Dröge

2000 bin ich den Grünen beigetreten. Zuvor hatte ich mich bereits in der Grüne Jugend engagiert. Ich habe mich für die Grünen entschieden, weil ich davon überzeugt war – und bin – dass es keine andere Partei in Deutschland gibt, die die Themen Umwelt- und Klimaschutz mit der notwendigen Konsequenz, Beharrlichkeit, und Innovation verfolgt. Zudem sind die Grünen für mich das richtige Gesamtpaket. Für mich sind der konsequente Schutz der Menschenrechte weltweit, die Stärkung von BürgerInnenrechten, die kritische Bewertung von Kriegseinsätzen, oder der Kampf für soziale Gerechtigkeit notwendige Bedingungen, um eine Partei wählen zu können. Die Grünen haben mich hier überzeugt und tun das noch heute.

Über Katharina Dröge

Mein Name ist Katharina Dröge, ich bin seit September 2013 Mitglied des Bundestages. Dort bin ich Obfrau im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und Sprecherin für Wettbewerbspolitik. Geboren wurde ich am 16.9.1984 in Münster. Ich bin im beschaulichen Ladbergen im Münsterland aufgewachsen, wo ich bis zu meinem Abitur im Sommer 2004 am Graf Adolf Gymnasium Tecklenburg mit meinen Eltern und meinem Bruder gelebt habe. Danach zog es mich für das Studium der Volkswirtschaftslehre nach Köln – in die Stadt, die inzwischen zu meiner Heimat geworden ist. Nach meinem Studienabschluss als Diplom-Volkswirtin im Herbst 2010 habe ich bis zu meinem Einzug in den Bundestag als Referentin im NRW-Umweltministerium gearbeitet. Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann und meinen zwei Kindern in Köln.

Alle Fragen in der Übersicht
# Frauen 20Sep2017

Sehr geehrte Frau Dröge,

gerne wüsste ich von Ihnen, als Kandidatin meines Wahlkreises, was Sie unabhängig vom Wahlergebnis am kommenden...

Von: Fgrsnavr Söuevat

Antwort von Katharina Dröge
DIE GRÜNEN

(...) Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles sondern ein gesellschaftliches Problem. Jede dritte Frau in Deutschland wurde schon einmal Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt. (...)

(...) Zu einem möchte ich wissen, auf welchen aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Umweltschädlichkeit der Gentechnik in der Landwirtschaft Sie diese Haltung begründen. Zum anderen würde ich gerne erfahren, ob Sie auch generelles Nein zur weiteren Erforschung und Entwicklung der Gentechnik hin zu umweltfreundlichen und effektiven Methoden unterstützen und also ein Forschungsverbot in diese Richtung befürwörtern würden. Danke für jede Antwort im voraus, (...)

Von: Wravn Wvgfri

Antwort von Katharina Dröge
DIE GRÜNEN

(...) Wir Grüne stehen zur Wissenschafts- und Forschungsfreiheit auch im Bereich Gentechnik, lehnen aber öffentliche Gelder für Forschung an Gentech-Pflanzen ab, da diese bislang keinen Nutzen für das Gemeinwohl gebracht haben. Im Gegenteil zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern, dass Versprechen der Agrogentechnik-Befürworter (höhere Erträge, weniger Pestizide, Bekämpfung des Welthungers etc.) sich bis heute nicht erfüllt haben. (...)

# Familie 30Aug2017

Inwiefern gedenken die GRÜNEN, Alleinerziehende zu unterstützen? Die Kinder Alleinerziehender in Deutschland leben schon jetzt zu über 40% in...

Von: Qnavryn Yügm

Antwort von Katharina Dröge
DIE GRÜNEN

(...) Damit Beruf und Privatleben besser vereinbar werden, muss die Arbeitszeit neu gedacht werden. Viele Unternehmen haben schon angefangen innovative Konzepte für ihre Belegschaft zu entwickeln. (...)

Wie stehen Sie zu dem Vorschlag, mit dem Neubau der A 1 Rheinbrücke die KVB- Linie 12 aus ihrem Wahlkreis nach Leverkusen zu verlängern?

...

Von: Genhtbgg Xerhcyvgm

Antwort von Katharina Dröge
DIE GRÜNEN

(...) vielen Dank für Ihre Frage auf Abgeordnetenwatch.de zu einer Stadtbahn über die neue Leverkusener Rheinbrücke. (...)

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