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Frage von Leon G. •

Unterstützen sie die Stop Killing Games Kampagne?

Hallo Frau Barley, Stop Killing Games ist eine Verbraucherbewegung, die ins Leben gerufen wurde, um die Rechtmäßigkeit von Herausgebern, die Videospiele zerstören, die sie an Kunden verkauft haben, in Frage zu stellen. Eine zunehmende Anzahl von Videospielen werden effektiv als Waren verkauft, ohne ein klares Verfallsdatum, aber können unspielbar werden, sobald der Support des Herausgebers endet. Diese Praxis ist eine Form der geplanten Obsoleszenz und ist nicht nur schädlich für die Kunden, sondern macht auch die Erhaltung der Spiele praktisch unmöglich. Darüber hinaus ist die Rechtmäßigkeit dieser Praxis in vielen Ländern weitgehend ungeprüft.

Ich würde mich sehr freuen wenn sie sich Öffentlich für diese Kampagne aussprechen, da Videospiele auch Kunst und Kulturgut sind und es nicht sein kann, dass Publisher diese aus Geldgier zerstören und dem Kunden wieder wegnehmen.

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr G.,

Zunächst einmal entschuldige ich mich für die verspätete Antwort. 

Ja, ich unterstütze diese Initiative und habe das auch öffentlich bei mehreren Gelegenheiten getan. Unter anderem indem ich sowohl im im Ausschuss als auch im Plenum des Europäischen Parlaments dazu gesprochen habe. Zuletzt finden Sie ein Video dazu auf meinem Instagram vom 21. April. 

Als Mitglied des IMCO-Ausschusses sind mir alle Bereiche des Verbraucherschutzes wichtig, und dazu gehören auch Videospiele. Für mich geht es dabei über die Initiative "Stop Killing Games" hinaus und erstreckt sich auch auf Spielerlebnisse im Spiel, die Gamer gefährden könnten. Beispielsweise sind In-Game-Währungen oft so gestaltet, dass sie die tatsächlichen Kosten verschleiern. Außerdem haben Funktionen wie Lootboxen einen glücksspielähnlichen Charakter, der Gamer dazu verleiten kann, mehr auszugeben, als sie beabsichtigt haben. 

Die Praxis, digitale Inhalte einseitig einzuschränken oder zu entziehen, untergräbt Vertrauen und schwächt den Verbraucherschutz im digitalen Binnenmarkt. Daher braucht es klare Regeln für möglichst dauerhaften Zugang, Transparenz und faire Nutzungsbedingungen. Die Debatte setzt ein politisches Signal an die EU-Kommission, die Forderungen der Bürgerinitiative aufzugreifen und neben ihrer kürzlich erfolgten Reaktion auch konkrete Vorschläge vorzulegen. Ende des Jahres erwarten wir einen Gesetzesvorschlag namens „Digital Fairness Act“, wir werden daran arbeiten, dass die Ziele der EU-Bürgerinitiative darin behandelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Katarina Barley

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