Wirklich Einsparung oder doch nur Kostenverlagerung in die Zukunft?
Sehr geehrter Hr Straub, danke für Ihre Antwort auf meine letzte Frage. Ich möchte aber noch einmal nachhaken, dass bei allem notwendigen Reformbedarf die Nachhaltigkeit der Einsparung sehr in Zweifel gezogen werden muss. Wenn wir junge Menschen mit ihren psychischen Erkrankungen alleinlassen, wird das destruktiv in deren Erwachsenenleben u. eigener Familiengründung ausstrahlen. Elternteile, die selbst psychisch krank u. unbehandelt sind, werden wiederum ihre Kinder weniger resilient erziehen können. Krankschreibungen & Frühberentung sind meist Folge von psych. Erkrankungen. Schon jetzt melden sich tgl (!) bis zu 6 Menschen, die Hilfe suchen bei mir. Die Budgetierung + die Honorarkürzungen (4,5%, KZT-Zuschlag, TSS-Zuschlag) werden dazu führen, dass noch viel mehr Menschen abgewiesen werden müssen! Therapie wirkt nachhaltig u. ist billiger als Medikamente u. Krankenhausaufenthalte. Warum will man ausgerechnet hier kurzfristig Ausgaben reduzieren, die enorme Folgekosten erzeugen werden?

