Karl Bär

| Kandidat Bundestag
© Photo: Ulrike Küster
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Jahrgang
1985
Wohnort
Fellach
Berufliche Qualifikation
Agrarökonom, Islamwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
Referent für Agrar- und Handelspolitik am Umweltinsitut München
Wahlkreis

Wahlkreis 223: Bad Tölz – Wolfratshausen – Miesbach

Wahlkreisergebnis: 13,6 %

Liste
Landesliste Bayern, Platz 12
Parlament
Bundestag

Bundestag

Dieselfahrzeuge sollen wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes aus den Innenstädten verbannt werden.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Innenstädte sollten eigentlich frei von Autos sein, denn die brauchen viel zu viel Platz. Da Dieselfahrzeuge zusätzlich besonders viel gesundheitsschädliche Abgase ausstoßen, ist die Forderung sehr richtig.
Die Politik soll festlegen, wie viele Flüchtlinge Deutschland jedes Jahr aufnimmt.
Position von Karl Bär: Lehne ab
Das ist faktisch nicht möglich. Die Flüchtlinge kommen ja nicht, weil wir das wollen, sondern weil sie in ihrer Heimat nicht mehr leben können. Wir können diese Menschen nicht sterben lassen, nur weil wir politisch eine Zahl festgelegt haben, die nicht überschritten werden soll.
Massentierhaltung muss reduziert werden, auch wenn das höhere Fleischpreise bedeutet.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Die industrielle Tierhaltung hat Nebenkosten, die die ganze Gesellschaft zahlen muss. Zum Beispiel, wenn das Trinkwasser zu viel Nitrat enthält, Antibiotika nicht mehr wirken, wenn Regenwald für Futtermittel abgeholzt wird oder Massentierhaltung den Klimawandel anheizt.
Zur Vermeidung von Altersarmut müssen die Renten deutlich erhöht werden.
Position von Karl Bär: Neutral
Das ist mir zu pauschal. Zur Vermeidung von Altersarmut brauchen wir eine Garantierente, die über dem Armutniveau liegt. Viele Rentner und vor allem Rentnerinnen liegen heute darunter. Und das Rentenniveau darf nicht mehr sinken. Aber es gibt auch gute Renten und reiche RentnerInnen.
Vermieter sollen ohne eine staatliche Mietpreisbremse entscheiden können, wie viel Miete sie verlangen.
Position von Karl Bär: Lehne ab
Die Mietpreisbremse ist nicht die ideale Lösung, aber besser als nichts. Die ideale Lösung wäre es, staatliche, kommunale und genossenschaftliche Wohnungen in großer Zahl zu haben. So kann Vermietung am Gemeinwohl orientiert und demokratisch kontrolliert werden.
Es muss ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Es gilt, den Lobbyismus überall zu bekämpfen und das ist ein Baustein, der sinnvoll ist.
Ein vollständiges Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft darf es nicht geben.
Position von Karl Bär: Lehne ab
Ein vollständiges Verbot der Gentechnik in der Landwirtschaft, inclusive der Futtermittelimporte, ist eines meiner politischen Ziele. Auch die Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tieren gehören aufgehoben. Die genetischen Ressourcen der Welt gehören allen gemeinsam und nicht Einzelnen.
Auf Autobahnen soll es ein flächendeckendes Tempolimit von 130 km/h geben.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Das spart Sprit, schont die Umwelt, spart Geld beim Autobahnbau und verhindert Staus und Unfälle.
Es soll einen verbindlichen Volksentscheid auf Bundesebene geben.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Und europäische Volksentscheide für europäische Fragen. Volksentscheide sind eine Methode, um zwischen den Wahlen die Politik zu beeinflussen. Das tut der Demokratie gut. Es muss aber früh in dem System eine Einspruchmöglichkeit des Bundesverfassungsgerichts geben, um Minderheiten zu schützen.
Die Sicherheitsbehörden sollen mehr Befugnisse zur Terrorabwehr bekommen, auch wenn dafür Freiheitsrechte eingeschränkt werden müssen.
Position von Karl Bär: Lehne ab
Die Terroranschläge in Europa in den letzten Jahren hätten ohne zusätzliche Befugnisse für Polizei und Geheimdienste verhindert werden können. Wer Sicherheit will, fordert Personal für die Polizei. Wer Freiheitsrechte einschränken will, will keine Sicherheit schaffen, sondern Freiheit abbauen.
Der Kohleabbau als wichtige Übergangstechnologie muss weiterhin staatlich gefördert werden.
Position von Karl Bär: Lehne ab
Wenn wir wollen, dass der Klimawandel sich in Bahnen bewegt, die für eine menschliche Zivilisation halbwegs beherrschbar sind, müssen 80% der fossilen Brennstoffe im Boden bleiben. Wir müssen jetzt sofort Anfangen, Kohlekraftwerke abzuschalten und so schnell wie möglich ganz aussteigen.
Die Kitabetreuung von Kindern soll grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Kindertagsstätten sind nicht nur Betreuung, sondern ein wichtiges Stück Bildung. Sie sollten deshalb kostenlos sein. Wenn ich bei begrenzten Mitteln entscheiden muss, ist es aber wichtiger, die Qualität der KiTas und die Bezahlung des Personals zu verbessern, als sofort alles kostenlos zu machen.
Die Bundesregierung soll keine Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie der Arabischen Halbinsel genehmigen.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Saudi-Arabien führt gerade einen schmutzigen Krieg im Jemen und die Bundesregierung genehmigt Waffenexporte dorthin. Wenn es nach mir ginge, gäbe es ja garkeine Waffen mehr. Das erreiche ich auch im Bundestag nicht. Aber zumindest Exporte in Konfliktregionen zu unterbinden, das kriegen wir doch hin.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sein müssen.
Position von Karl Bär: Lehne ab
In Afghanistan herrscht Bürgerkrieg und die fundamentalistischen Taliban schaffen es selbst in der Hauptstadt Kabul, westliche Botschaften anzugreifen. Es ist kein sicheres Land. Außerdem Deutschland gerade für Afghanistan besondere Verantwortung, weil es 2001 dort mit in den Krieg gezogen ist.
Die Kirchensteuer soll abgeschafft werden.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Wenn Religionsgemeinschaften Beiträge erheben wollen, sollen sie das tun. Ich zahle sogar selbst Kirchensteuer. Aber die Verquickung von Staat und Kirche lehne ich ab. Die Kirchen sollen ihre Beiträge selbst einziehen.
Die EU hat nur dann eine Zukunft, wenn die Mitgliedsstaaten auf Kompetenzen verzichten.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Die EU ist de facto längst mehr als ein Bündniss von Staaten, sie ist selbst ein Staat. Wir müssen die supranationalen Teile, v.a. das Europaparlament und die Europäische Bürgerinitiative, stärken. Das ist demokratischer als eine Mitbestimmung der Regierungen der Mitgliedsstaaten in allen Details.
Der Spitzensteuersatz soll deutlich erhöht werden, mindestens wieder auf 53% wie in den 1990er Jahren.
Position von Karl Bär: Neutral
Ich halte es für richtig, wenn diejenigen, die gut verdienen (ab 100.000€ Jahreseinkommen), mehr Steuern bezahlen. So kann man die Belastung für diejenigen senken, die weniger verdienen. Aber 53% ist zu viel: Das ist nicht durchsetzbar und riskiert Nebenwirkungen.
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Karl Bär: Lehne ab
Sichere Arbeitsplätze sind erforderlich, damit die Angestellten ihr Leben planen können. Die Wirtschaft dient den Menschen und nicht umgekehrt.
Der Besitz und Anbau von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Nur wenn es legal ist, können Verbraucher-, Arbeits- und Jugendschutz wirken und Steuern bezahlt werden. Der Schwarzmarkt ist zu 100% frei und nur für ganz wenige Schwerkriminelle gut. Außerdem sollte die Polizei keine Kifferinnen und Kiffer jagen, sondern Einbrüche aufklären und Terror verhindern.
Weil Menschen immer älter werden, sollen sie auch länger arbeiten.
Position von Karl Bär: Neutral
Das ist sehr sinnvoll. Wenn aber die Erhöhung des Renteneintrittsalters de facto nur dazu führt, dass die Menschen in Frührente oder Arbeitslosigkeit kommen, anstatt wirklich länger zu arbeiten, ist das nicht sinnvoll, sondern eine versteckte Rentenkürzung.
Parteispenden von Unternehmen und Verbänden sollen verboten werden.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Vielleicht könnte das Verbot umgangen werden, aber es wäre einen Versuch wert. An alle, die mir hier zustimmen: Es ist verdammt wichtig für unsere Demokratie, dass wir staatliche Parteienfinanzierung haben und öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Sonst bestimmen nurnoch die Reichen, was diskutiert wird.
Die Öffentlichkeit muss bei Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA stärker beteiligt werden.
Position von Karl Bär: Stimme zu
Schon die Frage, ob überhaupt und mit welchem Ziel verhandelt wird, muss öffentlich diskutiert und in gewählten Parlamenten entschieden werden. Bisher bestimmt der Rat der EU, also die Regierungen der Mitgliedsstaaten, alleine darüber. Angela Merkel war übrigens in beiden Fällen dafür.
Alle Fragen in der Übersicht
# Integration 17Sep2017

Hallo Herr Bär

Afghanistan wird nicht als sicheres Herkunftsland gesehen.
Angenommen ein Afghane, der hier um Asyl bittet, begeht...

Von: Fnovar Tbyqoehaare

Antwort von Karl Bär
DIE GRÜNEN

(...) Ich werde dabei überhaupt keine zusätzliche Toleranz für den kulturellen Hintergrund zulassen. Wer eine Vergewaltigung begeht, soll dafür bestraft werden. (...)

# Wirtschaft 28Aug2017

Hallo Herr Bär,

im zuge des Abgas Skandal wie stehen sie zum Thema Lobbyismus im Bundestag und was halten sie von einem Transparenz gesetzt...

Von: Fronfgvna Ratyvpu

Antwort von Karl Bär
DIE GRÜNEN

(...) Wir wollen, dass der Staat ein unabhängiger Makler ist, der das große Ganze im Blick hat und nicht das Wohl einzelner Interessengruppen, wie der Automobilindustrie. Ich setze mich für die Errichtung eines verbindlichen öffentlichen Registers für Interessenvertreter*innen ein. In diesem Lobbyist*innen-Register wird die Tätigkeit von, im Bereich von Bundesregierung und Deutschem Bundestag tätigen, Lobbyist*innen erfasst. (...)

Sehr geehrter Herr Bär,

da ja immer mehr für die Sicherheit getan wird, möchte ich Sie fragen, welche Schritte planen Sie um das...

Von: Puevfgvna Znlre

Antwort von Karl Bär
DIE GRÜNEN

(...) Einen Staatstrojaner lehne ich ab. Bis heute konnte der verfassungskonforme Einsatz eines Staatstrojaners nicht nachgewiesen werden. Trotzdem hält die Bundesregierung an diesem grundrechtlich hoch umstrittenen Instrument fest und greift noch immer auf das Know-How höchst zweifelhafter Firmen zurück, die eine Prüfung der Verfassungskonformität durch Einblick in den Quellcode der Software mit Hinweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse verwehren. (...)

# Senioren 21Aug2017

(...) bei der Mütterrente werden bis zum Stichjahr 1992 3 Jahre und danach 2 Jahre angerechnet. Warum wurde der Stichtag auf 1992 gelegt, obwohl das Gesetz das einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für alle Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr und das als Begleitmaßnahme zum § 218 im Schwangeren- und Familienhilfegesetz beschlossen worden war, um Familien, insbesondere Frauen, in der Erziehung von Kindern zu entlasten und so die Bereitschaft zum Austragen eines Kindes zu stärken und Abtreibungen zu verhindern, 1996 in Kraft trat? (...)

Von: Bggb Onhubsre

Antwort von Karl Bär
DIE GRÜNEN

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

(...) Ich betätige mich als ehrenamtlicher Helfer für Flüchtlinge. Daher ist es mir wichtig, dass die Grünen bei ihrer Linie bleiben und eine humane, moralisch verantwortliche Integration von Migranten befürworten. Andere Parteien, wie die CDU/CSU verfahren hier in Bayern reichlich inhuman und unmoralisch (Abschiebepraxis, Familienzusammenführung bzw. (...)

Von: Jvysevrq Orefpu

Antwort von Karl Bär
DIE GRÜNEN

(...) Es gibt in Deutschland eine stabile Mehrheit für eine solche Politik. Leider ist eine laute Minderheit sehr davon überzeugt, selbst die schweigende Mehrheit zu vertreten und es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir nächste Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten Rechtsradikale im deutschen Bundestag sitzen haben werden. Die Grünen werden die Stimme sein, die bei aller Verschiebung des politischen Koordinatensystems nach rechts weiterhin moralischen Grundsätzen treu sind. (...)

Sehr geehrter Herr Bär,

würden Sie sich dafür einsetzen, zumindest für Ihren Wahlkreis , für Arbeitslose, Hartz IV und SGB XII-Empfänger...

Von: Wöet Untre (YVAXR)

Antwort von Karl Bär
DIE GRÜNEN

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