Warum stellen Sie FSD Supervised als Sicherheitsrisiko dar, obwohl europäische Behörden es intensiv geprüft haben und ausdrücklich einen positiven Beitrag zur Verkehrssicherheit feststellen?
Sehr geehrter Herr Bosch,
ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit Fahrerassistenzsystemen und möchte Ihre Antwort sachlich korrigieren. Sie vermischen Autopilot, FSD Supervised und Level 3. Die Frage bezog sich ausdrücklich auf FSD Supervised als Level-2-System: Der Fahrer bleibt verantwortlich und muss das System ständig überwachen.
FSD Supervised ist zudem nicht nur „Herstellerwerbung“. Die niederländische RDW prüfte das System über 18 Monate, mehr als 3.000 Stunden und anhand von 1,8 Mio. km europäischer Fahrdaten. In Dänemark hat die Verkehrsbehörde die technische Dokumentation ebenfalls geprüft und die niederländische Bewertung ausdrücklich geteilt.
RDW: https://www.rdw.nl/en/news/2026/explanation-of-the-type-approval-of-fsd-supervised
Von einem Mitglied des Verkehrsausschusses würde ich erwarten, diese Unterschiede vor einer Bewertung sauber zu prüfen.
Vielen Dank für Ihre Ausführungen.
Wie Sie meiner vorherigen Antwort zum Thema FSD entnehmen können, habe ich die Frage gestellt, ob Level 2 oder 3 gemeint war, da sich dies für mich nicht automatisch erschloss. Ich habe demnach auch nicht FSD als Verkehrsrisiko dargestellt, sondern lediglich Bedenken ausgedrückt.
Wie auch in meiner vorherigen Antwort nachzulesen ist, werde ich jeder technischen Verbesserung zustimmen, die die Sicherheit auf unseren Straßen nachweislich erhöht. Wenn sich sicherheitstechnisch keine Bedenken ergeben, werden die Behörden auch dem FSD Supervised als Level-2-System zustimmen. Diese Bewertung obliegt nicht mir, sondern dem Kraftfahrt-Bundesamt, dessen schlussendliche Bewertung Grundlage meiner eigenen Bewertung sein wird.
Mit freundlichen Grüßen
Jorrit Bosch

