Sie kritisierten die IFG-Reform scharf, wie bewerten Sie die geplante Ausnahme von 99,3 Prozent der Unternehmen vom Datenschutz?
Sehr geehrter Herr Schätzl,
Sie haben die im Koalitionspaket vom 2.7.2026 vorgesehene
IFG-Reform öffentlich als "sehr schlechten Kompromiss" bezeichnet. Punkt 14 desselben
Reformpakets, "Moderner Datenschutz für mehr Wachstum", sieht vor, sich auf EU-Ebene für
eine Ausnahme von KMU, nicht-kommerziellen Tätigkeiten und risikoarmen
Datenverarbeitungen vom Anwendungsbereich der DSGVO einzusetzen. Laut Statistischem
Bundesamt gelten 99,3 Prozent der deutschen Unternehmen als KMU. Als digitalpolitischer
Sprecher der SPD-Fraktion: Sehen Sie hier ein ähnliches Muster wie bei der IFG-Reform?
Sollte aus Ihrer Sicht das Risiko der Datenverarbeitung statt der Unternehmensgröße das
entscheidende Kriterium sein?

