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Frage von Birgit N. •

Frage an Johannes Kahrs von Birgit N. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Sehr geehrter Herr Kahrs,

die durchschnittliche Überlebenschance einer Phishing-Seite beträgt vier Stunden.

Die Quelle zu diesem Wert finden Sie in der Tabelle 2 auf Seite 8 in diesem Report der University of Cambridge: http://weis2008.econinfosec.org/papers/MooreImpact.pdf

Weitere Quellenangaben und Erklärungen finden Sie auf folgender Blogseite: http://netzpolitik.org/2009/der-staat-die-zensur-und-der-muell-effektive-alternativen-zum-obrigkeitsstaatlichen-internet-schutz/

Binnen durchschnittlich vier Stunden, nachdem eine Bank von der Existenz einer betrügerischen Nachahmerseite erfahren hat, hat die zuständige Abteilung der Bank erreicht, dass die betreffende Seite gelöscht oder sogar der Quellserver vom zuständigen Netzdienstleister abgeschaltet wurde. Weltweit!

Der Bundestag steht kurz vor der Verabschiedung eines Zensurgesetzes. Wenn es wirklich um die Kinder geht, warum bittet man dann nicht die Banken um Erfahrungsaustausch und Mithilfe beim Aufbau von schnellen Kommunikationswegen, die die sehr rasche Löschung widerlichen Materials und das Ermitteln der Verantwortlichen ermöglichen würden? Dann wäre die "Stoppschild"-Sperrung überflüssig, und es bräuchte keine Zensurtechnik aufgebaut werden.

Zum Aufspüren und an-der-Quelle-löschen-Lassen wird kein neues Gesetz benötigt. Warum also wird eines erlassen?

Kennen Sie Anonymisierungsdienste wie beispielsweise www.anonymouse.org und ist Ihnen klar, dass ein solcher Dienst, wenn der Server im Ausland steht, sowohl zu ehrenwerten Zwecken als auch zum Umgehen einer Stoppschildsperre genutzt werden könnte? Probieren Sie die Seite bitte kurz aus, bevor Sie antworten. Sie werden erstaunt sein wie kinderleicht das ist.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Nietsch

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Antwort von
SPD

Sehr geehrte Frau Nietsch,

wie auch Herrn Winkler möchte ich Sie auf die Antwort zur Frage von Herrn Groenewold verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs