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Joachim Pfeiffer
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Frage von Frieder B. •

Frage an Joachim Pfeiffer von Frieder B. bezüglich Umwelt

Gestern war ein besonderer Tag 13.8 2015 haben wir Menschen dieser Erde die natürlichen Ressourcen verbraucht welche die Erde regenerieren kann. 2000 war es noch der 1.10 Also wir haben soviel CO2 ausgestoßen wie die Natur in einem Jahr binden kann. Unser Lebensstil der Konsum Gesellschaft und des Ständigem Wirtschaftswachstum Ist sicher eine Ursache. Ich selber erlebe dies jeden Tag in der Naturpädagogik die Lagerfeuerromantik ist was wunderbares aber eine Sinnlose Energieverschwendung wenn man überlegt was man alles mit einem Kilo Holz alles machen Kann. Gut Würstchen könnte man auch mit einem Solarkocher braten aber was ist dies für ein Stil. Unserer Ökologischer Fußabdruck ist einfach zu groß für unsere Erde. Sicher schon Diogenes sagte Überwindung allem Übels durch Bedürfnislosigkeit. Viele Kulturen gingen schon zugrunde weil Ihre Ökologischen Ressourcen verbraucht waren Wir nutzen unser Energie welche die Natur in Millionen Jahren gespeichert hat. Wir Nutzen unser Grundwasser was in Jahrtausenden entstanden ist und verhindern durch Versickerung eine Erneuerung Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Industrienation mit dem höchsten Exportüberschuss . Wieso müssen wir gleichzeitig auch Agrargüter Exportieren - Fleisch- welches auf kosten des Regenwaldes (Sojaproduktion) erzeugt wurde. Was denken sie was man dagegen tun kann um dies zu vermindern oder zu verändern.

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Bayer,

was die Entwicklung der CO2-Emissionen angeht, gilt es zu differenzieren zwischen der Entwicklung weltweit und der Entwicklung in Deutschland und Europa. Während die Emissionen weltweit in den letzten Jahren in der Tat weiter kontinuierlich anstiegen, sind die Emissionen in Deutschland und der Europäischen Union deutlich zurückgegangen. Der Anteil Deutschlands an den globalen CO2-Emissionen ist seit 1990 von 4,7 auf 2,4 Prozent gesunken, der Anteil der EU ist von 20 Prozent auf 11 Prozent gefallen. In Asien und den USA nimmt die Entwicklung hingegen einen ganz anderen Lauf: Während Deutschland und die EU den CO2-Ausstoß kräftig reduzieren, haben China und Indien ihre Emissionen vervierfacht. Ähnlich sieht die Entwicklung in den ASEAN-Ländern aus und auch die USA haben ihre Emissionen zwischen 1990 und 2012 weiter erhöht.

Deutschland und die EU sind also Vorreiter beim Klimaschutz und haben ihre klimapolitischen Vorgaben aus dem Kyoto-Protokoll bereits erfüllt, ja sogar übererfüllt. Darüber hinaus hat die Bundesregierung mit ihrem Energiekonzept beschlossen, den ambitionierten Weg der CO2-Reduktion weiter zu beschreiten. Deutschland verfolgt mit dem Energiekonzept die weltweit ambitioniertesten Ziele zum Umbau und zur Dekarbonisierung des Energiesystems und der gesamten Volkswirtschaft. Deutschland muss sich in puncto Klimaschutz also wirklich nicht verstecken: Die CO2-Emissionen sollen bis 2050 um 85 bis 95 Prozent reduziert werden. Bis 2020 soll der Primärenergieverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden, bis 2050 sogar um 50%. Die Deckung des restlichen Energiebedarfs soll dann größtenteils auf erneuerbaren Energien basieren. Ziel ist ein Anteil erneuerbarer Energien von 80 Prozent in 2050.

Insbesondere die Steigerung der Energieeffizienz spielt dabei eine zentrale Rolle, denn sie ist der Königsweg beim Umbau der Energieversorgung. Ohne eine Steigerung der Energieeffizienz in allen Sektoren wird der Umbau der Energieversorgung nicht gelingen. Insbesondere der Gebäudesektor birgt ein erhebliches Potenzial. In Deutschland entfallen knapp 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emissionen auf den Gebäudebereich. Dieses Potenzial gilt es zu heben. Der Ansatz der unionsgeführten Bundesregierung ist dabei eine Kombination aus Fördern und Fordern. Wir setzen auf marktgetriebene, kosteneffiziente Instrumente wie Contracting oder das CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Im Mittelpunkt muss dabei die eigenverantwortliche Entscheidung des Energienutzers stehen. Dort wo es notwendig und technisch möglich ist, werden diese Instrumente mit ordnungspolitischen Maßnahmen flankiert.

Trotz unserer ambitionierten Bemühungen ist klar: Wir können das Klima nicht im Alleingang retten. Selbst wenn wir in Deutschland noch so fleißig CO2 sparen und uns damit auch entsprechende Vermeidungskosten aufladen, steigt der globale CO2-Ausstoß. Dennoch gibt es hierzulande viele, denen die überaus ambitionierte Energiepolitik Deutschlands nicht weit genug geht. Hier rate ich zur Vernunft. Es gilt, sachlich und zweckorientiert zu handeln und auf internationaler Ebene ein verbindliches Klimaabkommen zu lancieren, dem sich alle Staaten gleichermaßen unterwerfen. Nur so wird es gelingen, das Klima zu schützen und gleichzeitig die Kosten für die Verbraucher – Haushalte wie Unternehmen – in einem erträglichen Rahmen zu halten. Klimaschutz ist eine globale Herausforderung und muss auch global angegangen werden.

Die sichere, preisgünstige und nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen spielt eine zentrale Rolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland und seine Zukunftsfähigkeit. Die Bundesregierung hat aus diesem Grund eine Rohstoffstrategie entwickelt, die ein Bündel von Maßnahmen vorsieht, um die rohstoffpolitischen Ziele zu erreichen. Die kaskadenartige Strategie hat sich bewährt und sieht folgenden Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen vor: die Erhöhung der Rohstoffeffizienz und -effektivität, z.B. durch verstärktes Recycling und Substitution, gehört dabei ebenso dazu wie die verstärkte Nutzung der heimischen Rohstoffe und die Sicherstellung der notwendigen Importe. Ein weiteres Instrument sind verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Joachim Pfeiffer