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Joachim Pfeiffer
CDU

Frage an Joachim Pfeiffer von Qbzvavx Qnhy bezüglich Finanzen

26. September 2013 - 07:21

Sehr geehrter Herr Pfeiffer,
mit Entsetzen verfolge ich in den letzten Tagen die immer offensichtlichere Bereitschaft der CDU, das zentrale, wichtigste Wahlversprechen "NEIN ZU STEUERERHÖHUNGEN" keine 3 Tage nach dem Wahltag in die Tonne zu treten.
Ich habe die CDU (und, btw, mit Zweitstimme FDP), weil nur die CDU (und FDP) eine klare Aussage zum Thema "keine Steuererhöhungen" getroffen haben. Im Wahlprogramm "Gemeinsam erfolgreich für Deutschland" wurde dies klar postuliert und ist jetzt noch, z.B. auf der Seite der Landeszentrale für politische Bildung Baden Württemberg, Wahlprogramm CDU/CSU 2013 unter dem Punkt Steuern und Finanzen glasklar formuliert: (...)"Steuern sollen auf keinen Fall erhöht werden".
Ich bin Mitte 40, arbeite mit ca 60 Wochenstunden als IT-SAP Berater und mir wird schlecht, wenn ich erkenne, mit welcher Dreistigkeit mir, an der "Untergrenze" zum Spitzensteuersatz, das so hart verdiente Geld aus der Tasche geholt wird, während Sie (und alle anderen Kollegen, Herrn Schäuble eingeschlossen) sich als MdB sich der steuerfreien Kostenpauschale, Aufwandsentschädigung, freie Bahntickets und anderer Vergünstigungen erfreuen. Es sei Ihnen gegönnt. Aber vielleicht sorgen Sie dafür, dass Sie nicht als Unterstützer der Wahlversprechen-Brecher in die neue Legislaturperiode starten.
Oder wieviel ist der CDU ein Versprechen wert ?

mit einer gigantischen Wut im Bauch (und deswegen KEINE freundlichen Grüße)

Dominik Daul (ein zukünftiger 49%er)

Frage von Qbzvavx Qnhy
Antwort von Joachim Pfeiffer
08. Oktober 2013 - 06:57
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 4 Tage

Sehr geehrter Herr Daul,

für mich gilt ganz klar, was die Bundeskanzlerin vor der Wahl gesagt hat: Mit der CDU gibt es keine Steuererhöhungen!

Es gibt vor allem überhaupt keinen Grund, eigene Positionen zu räumen. Grundlage für alle Sondierungen ist das Regierungsprogramm von CDU und CSU und nichts anderes. Dort sind Steuererhöhungen aus gutem Grund ausgeschlossen. Ich sehe den anstehenden Verhandlungen deshalb mit Ruhe und Gelassenheit entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Joachim Pfeiffer MdB