Sind sie für die Kopplung der Lebenserwartung an den Renteneintritt?
Laut ZDF steht das so im neuen Reformpapier
Sehr geehrte Frau H.,
zunächst vielen Dank für Ihre Frage. Ich vermute, dass Sie sich auf den Abschlussbericht der Alterssicherungskommission beziehen, die der Bundesregierung verschiedene Reformen vorschlägt. Die Alterssicherungskommission ist ein Gremium aus 13 Personen aus Politik und Wissenschaft, die von unserer Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas beauftragt wurden, Reformen für unsere jetzige Rentenregelung zu finden. Denn unsere jetzige Rentenregelung ist aufgrund des demografischen Wandels nicht mehr so finanzierbar. Ziel ist es, unsere Rente wieder zukunftssicher zu machen.
Das Gremium hat keine gesetzgebende Gewalt. Sprich es handelt sich bei allen Vorschlägen um Empfehlungen, die wir umsetzen können, aber nicht umsetzen müssen. Dies ist wichtig zu verstehen.
Ein Vorschlag der Alterssicherungskommission ist die moderate Anhebung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ab 2031. Über die gesamten Vorschläge der Alterssicherungskommission müssen wir mit unserem Koalitionspartner CDU/CSU sprechen und gemeinsam die beste Lösung finden. Eine Lösung, die unser Rentensystem stabilisiert, ohne zugleich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stark zu belasten.
Ich lehne bei dieser Debatte eine reine Orientierung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ab. Stattdessen sollten wir uns an die Beitragsjahre orientieren. Jemand der mit 20 nach seiner Ausbildung bereits ins Berufsleben startet, muss auch eher in Rente gehen können. Dafür werde ich mich sobald es in das parlamentarischen Verfahren geht auch einsetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Jens Behrens

