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Jan Dieren
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Frage von Jürgen W. •

Wieso haben sie gegen den Antrag für die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Kosovo gestimmt?

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Antwort von SPD

Die Sicherheitslage insbesondere im Norden Kosovos bleibt angespannt. Zugleich zeigt der seit 1999 andauernde Einsatz der Kosovo-Truppe (KFOR), dass militärische Präsenz allein die politischen Ursachen des Konflikts nicht lösen kann. Die KFOR wurde nach dem Kosovokrieg eingerichtet, um ein sicheres Umfeld zu schaffen und die Umsetzung der Resolution 1244 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu unterstützen. Mehr als 25 Jahre später stellt sich jedoch die Frage, ob eine dauerhafte militärische Präsenz der richtige Weg ist, um den Konflikt nachhaltig zu lösen.

Militärische Kräfte können kurzfristig zur Stabilisierung beitragen und Eskalationen verhindern. Sie können jedoch weder Vertrauen zwischen den Konfliktparteien schaffen noch die politischen Spannungen zwischen Kosovo und Serbien überwinden. Deshalb sollte kritisch hinterfragt werden, ob die fortlaufende Verlängerung des Mandats den Konflikt tatsächlich einer Lösung näherbringt oder vielmehr einen ungelösten politischen Zustand auf Dauer verwaltet.

Ich bin überzeugt, dass der Schwerpunkt der internationalen Bemühungen woanders liegen muss. Dazu gehört ein entschlossener diplomatischer Druck auf beide Seiten, die konsequente Unterstützung des von der Europäischen Union geführten Normalisierungsdialogs, der Schutz von Minderheiten, die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit sowie ein entschiedenes Vorgehen gegen paramilitärische und kriminelle Strukturen.

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