in der Debatte um die Abschaffung von Minijobs wird eine Gruppe völlig übersehen: Menschen, die Vollzeit arbeiten und nebenbei ein qualifiziertes Nebenamt ausüben
wie etwa unsere Organisten und Chorleiter im Kreis Warendorf.
Deren Aufwandsentschädigung übersteigt oft den Übungsleiterfreibetrag und läuft über einen Minijob. Fällt dieser steuerfreie Status für Vollzeitkräfte weg, rutscht der Nebenjob in Steuerklasse VI. Nach Abzug von Steuern und Abgaben bleibt kaum die Hälfte übrig. Die Folge: Viele werden den Dienst am Wochenende frustriert aufgeben.
Ein Ersatz durch Vollzeitkräfte ist unmöglich, da Gottesdienste und Konzerte in der Regel zeitgleich stattfinden. Eine Lobby für eine Erhöhung des Freibetrags gibt es in Berlin bisher nicht.
Dazu meine Fragen an Sie:
Wie stehen Sie zu den Plänen, den steuerfreien Status von Minijobs für Menschen mit einem Hauptberuf abzuschaffen?
Wie wollen Sie verhindern, dass das kirchenmusikalische und kulturelle Leben in den Gemeinden des Kreises Warendorf dadurch kollabiert?
Werden Sie sich in Berlin für eine Schutzklausel oder eine spürbare Anhebung des Übungsleiterfreibetrags für Berufstätige einsetzen?

