Als Co-Fraktionsvorsitzende der Linken: Werden Sie die geplante De-facto-Abschaffung des IFG öffentlich zum Thema machen? Was plant Ihre Fraktion parlamentarisch dagegen?
Sehr geehrte Frau Reichinnek,
der Koalitionsausschuss (CDU/CSU/SPD) beschloss am 1.7.2026, das IFG faktisch abzuschaffen: Nachweispflicht „berechtigtes Interesse", Ausschluss von Nicht-EU-Bürger:innen und juristischen Personen (FragDenStaat, Pro Asyl, Deutsche Umwelthilfe wären betroffen), auch Journalist:innen ausgeschlossen. Zudem: Wegfall der 500-Euro-Gebührenobergrenze, pauschale Schwärzung von Mitarbeiternamen, weitere Ausnahmetatbestände. FragDenStaat: „schwerster Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der Bundesrepublik". Das IFG ist eines der wenigen Instrumente, mit denen Bürger:innen Regierungshandeln überhaupt kontrollieren können.
Als Co-Fraktionsvorsitzende mit großer öffentlicher Reichweite: Werden Sie dieses Thema aktiv in die mediale Debatte tragen, und welche parlamentarischen Schritte plant Ihre Fraktion?
Quellen: taz.de, fragdenstaat.de (2.7.2026).

