Wie stehen Sie zu den geplanten Kürzungen der Psychotherapiehonorare um 4,5 Prozent? Werden Sie sich für uns einsetzen?
In den letzten Jahren haben sich die Anfragen von Patient*innen vervielfacht, auch vor dem Hintergrund wachsender politischer Spannungen. Ich arbeite mit Menschen, die Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch erfahren haben und/oder aufgrund von Arbeitsüberlastung, familiären Zuspitzungen und kritischen Lebensereignissen psychische Krisen erleiden.
Viele meiner Patient*innen sind chronisch krank und bedürfen nachhaltiger und weitreichender Hilfe. Angesichts gestiegener Praxiskosten erscheint mir die geplante rückwirkende Kürzung unserer Honorare wie ein Schlag ins Gesicht. Wie sollen wir vorausschauend planen können (Altersvorsorge u.ä.), wenn die Abwertung unseren Berufes weitergehen wird? Wer schützt uns bei steigender Inflation vor weiteren (nachträglichen!) Kürzungen? Ich bin fassungslos. Was gedenken Sie zu tun? Ich bedanke mich für Ihre Rückmeldung und Unterstützung!

