Sind Sie für oder gegen eine Kopplung von Renteneintrittsalter an Lebenserwartung?
Vielen Dank für Ihre Frage. Wir lehnen eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung klar ab. Die Bundesregierung will alle Vorschläge der Rentenkommission umsetzen. Am Ende laufen sie auf ein Rentenkürzungsprogramm hinaus: länger arbeiten, aber weniger Rente.
Die durchschnittliche Lebenserwartung verdeckt große regionale und soziale Unterschiede. Wer jahrzehntelang körperlich hart für niedrige Löhne gearbeitet hat, lebt im Schnitt kürzer und würde durch eine Kopplung doppelt benachteiligt. Das ist kein Konflikt zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich.
Wir wollen stattdessen ein Rentenniveau von 53 Prozent und ein System, in das alle einzahlen: Beschäftigte, Beamte, Selbstständige und auch Politikerinnen und Politiker. Außerdem setzen wir uns für eine solidarische Mindestrente von 1.400 Euro ein. Sie schützt vor Altersarmut, auch wenn der Lebenslauf Lücken hat, und würdigt Pflege und Erziehungsarbeit. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, braucht Sicherheit im Alter.

