Gitta Connemann
CDU
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Frage von Crgre Ibyyzre an Gitta Connemann bezüglich Land- und Forstwirtschaft

# Land- und Forstwirtschaft 05. Nov. 2014 - 12:55

Sehr geehrte Frau Connemann,
am 23.09.2014 habe ich den folgenden Offenen Brief an Ihre Kontaktadresse gemailt und bis heute entgegen Ihrer Standardantwort vom 23.10.2013 (s.o.) keine Antwort auf Ihrer Homepage auf die viele Landwirte interessierenden Fragen erhalten.

Offener Brief
Sehr geehrte Frau Connemann,
ich engagiere mich für die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie und spreche Sie als Vorsitzende des Bundestagsausschusses Ernährung und Landwirtschaft an.

Der Nitratbericht 2012 (BMEL und BMUB) veranlasst die EU zu einer Klageandrohung. Die öffentliche Diskussion der Landwirte vermittelt deren Unzufriedenheit über die Interpretation der Messergebnisse in unterschiedlichen Messnetzen. Die Nichtberücksichtigung von Emissionen aus dem Anbau energieliefernder Pflanzen (Förderung durch EEG) und undichten Abwassersystemen wird mit Verweis auf Ausführungen von Georg Keckl (Agraringenieur im Niedersächsischen Landesamt für Statistik) besonders kritisch gesehen. Insgesamt erscheinen die Veröffentlichungen zum Thema, nicht nur für den Normalbürger, unüberschaubar und widersprüchlich. Bitte beantworten Sie deshalb folgende Fragen:

1. Hat der im Zusammenhang mit dem EEG angestrebte Energiepflanzenanbau zu einer Erhöhung von Stickstoffemissionen im Belastungsmessnetz geführt? Welche Rolle spielt dabei Grünlandumbruch zu Gunsten von Ackerbau (Energiepflanzen)?

2. Wie werden Stickstoffemissionen durch undichte Abwassersysteme erfasst. Durch welche Maßnahmen werden dbzgl. Fehlentwicklungen i.S. der Koalitionsvereinbarungen zum Schutz des Grundwassers korrigiert?

3. Auf welchen wissenschaftlichen Grundlagen basieren Auswahl der Messnetze und Interpretation der Ergebnisse besonders im Hinblick auf eine Differenzierung zwischen landwirtschaftlichen Quellen (91/676/EWG) und anderen Quellen.

4. Sind Auswahl der Messnetze und Interpretationen der Ergebnisse im EU-Vergleich bzgl. ihrer Schutzwirkung qualitativ gleichwertig?

Mit freundlichen Grüßen

Peter Vollmer

Von: Crgre Ibyyzre

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.