Wie rechtfertigen Sie Kürzungen von 4,5 % sowie eine Budgetierung, die laut Praxen zu 20–30 % Einnahmeverlusten führen kann, in einem ohnehin unterversorgten Bereich wie der Psychotherapie?
Laut aktuellen Beschlüssen sollen psychotherapeutische Leistungen pauschal um 4,5 % gekürzt und zusätzlich budgetiert werden. Gleichzeitig berichten Praxen, dass durch Budgetierung Einnahmeverluste von 20–30 % drohen und in anderen Fachgruppen sogar nachträgliche Kürzungen von bis zu 40 % vorkommen.
Wie rechtfertigen Sie es, einen ohnehin stark nachgefragten Versorgungsbereich mit solchen Größenordnungen zu belasten, obwohl bekannt ist, dass eingeschränkter Zugang zu Psychotherapie langfristig zu höheren Kosten durch Chronifizierung, Arbeitsausfälle und stationäre Behandlungen führt?

