Da die Verdienstmoglichkeit bei Freiflächen-Photovoltaik wesentlich größer ist als bei Ackerbau, wäre es da nicht angebracht, Photovoltaik unter Agri-PV laufen zu lassen?
Da nach einer Analyse des Thünen-Instituts auf einem Hektar Land bei einer Freiflächen-PV-Anlage eine jährliche Grundrente von über 10 000 € erzielt werden kann, bei einem Ackerbaubetrieb aber nur etwas 270 € (!), ist es weitaus, weitaus attraktiver Photovoltaik zu betreiben. Insofern ist abzusehen, dass unter Verlust von landwirtschaftl. Fläche vermehrt Photovoltaik bevorzugt wird. Wäre es insofern nicht sinnvoll Agri-PV absoluten Vorrang zu geben? Da ja bei reiner Photovoltaik für ausreichenden Ausbau nur zwischen 0,3 bis 4 % der Landwirtschaftsfläche benötigt werden, ließen sich für die Ausbauziele sicherlich auch durch Kombination von Landwirtschaft mit Photovoltaik erreichen.
Hinderlich ist auch, dass PV-Freiflachenanlagen statistisch als Industrieflächen erfasst werden, was bei geplantem Ausbau einen täglichen Flächenbedarf von 32 ha bedeuten würde, was dem politischen Ziel, den Flächenverbrauch bis 2030 auf unter 30 ha zu senken, widersprechen würde.

