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Florian Hahn
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Frage von Reiner L. •

Warum setzt die Politik auf teures Bio-Gas, statt Wärmepumpen mehr zu fördern, Vermieter gehen den einfachen Weg und wir Mieter zahlen höhere Heizkosten und wo bleibt bitte der Klimaschutz?

Ich bin Mieter und heize mit Gas. Natürlich weiß ich, dass wir aus Klimagründen etwas ändern müssen. Aber ich habe große Sorgen, dass am Ende wieder ich die Rechnung zahle.

Jetzt wird viel über die Beimischung von Bio-Gas wie Biomethan oder Bioethanol gesprochen. Klingt erstmal nach einer einfachen Lösung: Die Gasheizung bleibt, nur „grüner“. Aber Bio-Gas ist knapp und teurer. Und wenn mein Vermieter sich für diesen bequemen Weg entscheidet, weil er nichts umbauen muss, landen die höheren Brennstoffkosten direkt in meiner Nebenkostenabrechnung.

Ich frage mich deshalb: Warum setzt die Politik nicht klarer und mehr auf die Wärmepumpe.

Maria Furtwängler: „Wann ist das eigentlich passiert, dass Sorge um unsere Lebensgrundlagen plötzlich als politisch-ideologisch gilt? Für mich ist es eine der größten Sünden konservativer Parteien, dieses Narrativ von rechts außen übernommen zu haben. Damit haben sie sich vom eigentlichen Kern des Konservativen verabschiedet: dem Erhaltenden"

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Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr L.,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz sollen die Menschen wieder frei wählen können, welche Heizung sie einbauen wollen. Ziel ist es, Technologieoffenheit, Flexibilität und Praxistauglichkeit zu schaffen. Von der Wärmepumpe über Hybridmodelle sowie Fern- und Nahwärme, Biomasse- und Pelletheizungen bis zu Gas- oder Ölheizungen ist alles möglich. Der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen wird dadurch wieder zulässig, denn auch durch den Tausch einer alten Gasheizung gegen eine neue können Verbrauch und CO2-Emissionen gesenkt werden.

Wer mit fossilen Brennstoffen heizt, muss laut Gesetzentwurf trotzdem dem Klimaschutz Rechnung tragen, nach und nach muss der Anteil grüner Brennstoffe immer weiter steigen. Zu den grünen Brennstoffen gehören Biomethan, Bioheizöl, biogenes Flüssiggas sowie Wasserstoff. Wie hoch der Anteil dieser CO2-neutralen Beimischung ist, richtet sich nach der „Biotreppe“: Ab 2029 sollen es zehn Prozent sein, ab 2030 schon 15 Prozent, ab 2035 sind es 30 Prozent und 60 Prozent ab 2040. Die Biotreppe gilt für Gas- und Ölheizungen, die nach 2029 gekauft und eingebaut werden. Mieter werden vor überhöhten Nebenkosten infolge des Einbaus einer unwirtschaftlichen Heizung geschützt, indem Mieter und Vermieter in diesem Fall die Kosten je zur Hälfte tragen.

Der Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist bereits in den Bundestag eingebracht und befindet sich derzeit in den zuständigen Fachausschüssen zur Beratung. 

Mit freundlichen Grüßen

Florian Hahn

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