Sozialmonitoring-Bericht 2024: Strukturelle Fragilität oder politisches Scheitern?
Sehr geehrter Droßmann,
der Hamburger Sozialmonitoring-Bericht 2024 zeigt, dass viele statistische Gebiete in Hamburgs Osten und Süden über Jahre hinweg in einem niedrigen oder sehr niedrigen Status verharren, trotz jahrzehntelanger Förderprogramme wie RISE.
Angesichts dieser stagnierenden Entwicklung stellt sich die Frage: Hat Hamburgs Stadtentwicklungspolitik ein strukturelles Problem, das durch zentralisierte Programme nicht gelöst werden kann? Wie wollen Sie als Kandidat für Hamburg-Mitte sicherstellen, dass Hamburgs Quartiere nicht nur verwaltet, sondern wirklich gestärkt werden – mit Strategien, die langfristig wirken und nicht nur von Legislaturperiode zu Legislaturperiode Flickschusterei betreiben?
Sehr geehrte Herr L,
der Sozialmonitoring-Bericht 2024 zeigt kein politisches Scheitern, sondern das Gegenteil: Hamburgs Quartiere sind sozial äußerst robust und stabil. Ein Auseinanderdriften der Stadt findet nicht statt.
Wer die langfristige Entwicklung seit Einführung des Monitorings 2010 betrachtet, sieht eine klare positive Tendenz: Heute leben deutlich weniger Hamburgerinnen und Hamburger in Gebieten mit niedrigem Status als noch vor 15 Jahren – und das trotz einer stetig wachsenden Gesamtbevölkerung. Gerade in den krisenhaften letzten Jahren hat sich diese Struktur als bemerkenswert krisenfest erwiesen.
Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) ist dabei keine Flickschusterei, sondern ein bewährter, langfristiger Hebel. Seit 15 Jahren wurden rund 765 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln gezielt und datenbasiert in 67 Fördergebiete investiert.
Als Bundestagsabgeordneter für Hamburg-Mitte stehe ich genau für diesen Kurs: Geezielte, nachhaltige Investitionen in Kitas, Schulen, Sportstätten und ein lebenswertes Wohnumfeld, um unsere Quartiere von innen heraus dauerhaft zu stärken.
Mit freundlichen Grüßen,
Falko Droßmann

