Werden Sie für die Änderungsanträge zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz stimmen und damit der psychotherapeutischen Versorgung die Finanzierungsgrundlage entziehen?
Sehr geehrter Herr Droßmann,
psychische Erkrankungen sind nach Auswertungen der Krankenkassen unter den häufigsten Gründen für Krankschreibungen und der Grund für 40 Prozent der Fälle frühzeitigen Ausscheidens aus dem Berufsleben. Gleichzeitig machen ambulante Psychotherapien nur rund ein Prozent der Ausgaben der GKV aus. Zudem helfen ambulante Therapien (ca. 90 Euro/Woche) Probleme und Erkrankungen frühzeitig zu behandeln, Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit zu erhalten und teuere Krankenhausaufenthalte (500 Euro/Tag) zu verhindern. Ist es sozial verantwortbar, die eh schon angespannte Lage (lange Wartezeiten dank Unterversorgung) zu verschlimmern?

