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Falko Droßmann
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Frage von Raphael S. •

Routinemäßige Genitalbegutachtung bei der Musterung: Gewinnen wir so junge Menschen für die Bundeswehr, wenn sie den Erstkontakt mit Schamverletzung bis Demütigung verbinden?

Sehr geehrter Herr Droßmann,

Sie bezeichnen Ihre eigene Musterung als "furchtbar" und kritisieren, man „wurde an Stellen angefasst, an denen man nicht angefasst werden möchte" (MoPo, 05.12.25).

Mit der neuen Musterungspflicht soll zwar die Umgebung freundlicher werden, aber es bleibt dabei, dass jeder 18-Jährige routinemäßig aufgefordert wird sein Genital zu entblößen. Die urologische S3-Leitlinien zum Hodenkarzinom spricht sich explizit dagegen aus, die Hodenkrebsinzidenz bei 18-J. liegt laut RKI bei unter 5 auf 100.000 und Urologie-Professor Friedersdorff (Berlin) sieht keinen Zusammenhang zur Tauglichkeitsbestimmung.

Die Dienstvorschrift nennt als Gründe: Fehlen, Verlagerung und Veränderung der Hoden sowie an Nebenhoden und Samensträngen, Parasitenbefall oder endokrine Störungen; teilweise sehr fragwürdig und idR durch Anamnese klärbar.

Wie stehen Sie heute zur routinemäßigen Genitalbegutachtung bei der Musterung? Wollen Sie sich dafür einsetzen, dass diese gestrichen wird?

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