Wie wollen Sie die jetzt entstehenden Schäden in der Zukunft wieder einhegen?
Sehr geehrte Frau Zeulner, im Protokoll 21/84 Seiten 10231 ff ist zu lesen, dass das jetzige Gesetz "nicht das Ende der Fahnenstange" sei und Sie künftig für eine gerechte Entlohnung und gute Versorgung eintreten möchten. Für die Psychotherapie gilt jedoch, dass das jetzige Gesetz Praxisinhaber*innen zur Sitzabgabe bringen wird (viele Boomer gehen vermutlich früher in Rente). Unser Nachwuchs wird gleichzeitig ausgebremst, weil die Weiterbildungsverordnung in der Finanzierung stagniert. Angesichts der Unberechenbarkeit und Planungsunsicherheit, die wir gegenwärtig erleben, entscheiden sich bereits viele dagegen, Psychotherapeut*in zu werden. Gleichzeitig werden viele Erkrankungen chronifiziert und die Teilhabe psychisch Kranker wird geschwächt sein. Wie und wann wollen Sie das wieder korrigieren? Wie und wann und mit welchem Geld sollen wieder Sitze aufgebaut und von welchen Therapeut*innen übernommen werden? Ich fürchte, das "später" könnte zu spät sein. Was wollen Sie dann tun?

