Könnte ein staatlich reguliertes, flexibles E-Auto-Leasing mit Fahrzeugpool und bezahlbarem Ladestrom soziale Entlastung und Industriepolitik sinnvoll verbinden?
Sehr geehrte Frau Kreiser!
Ich bin selbst bei Bündnis 90/Die Grünen und kommunalpolitisch aktiv, halte das aber nicht für ein Parteithema. Hohe Spritpreise haben gesellschaftlichen Sprengstoff, besonders für Menschen, die aufs Auto angewiesen sind und sich kein neues E-Auto leisten können.
Meine Idee: kein Anspruch auf einen Neuwagen, sondern auf eine Fahrzeugklasse. Keine Anzahlung, z.B. 6 Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar. Rückläufer bleiben im Pool und werden – mit sinkender Rate – weitervermietet. KfW/Bund könnten günstige Finanzierung und einen Teil des Restwertrisikos übernehmen, Leasinggesellschaften oder Herstellerbanken den Betrieb.
Das könnte zugleich der deutschen/europäischen Autoindustrie planbarere Stückzahlen bringen, statt immer neue Kaufprämien aufzulegen.
Dazu müsste öffentliches Laden ohne eigene Wallbox bezahlbar sein. Sonst wird Elektromobilität gerade für Mieter unnötig teuer.
Wäre so ein Modell aus Ihrer Sicht grundsätzlich machbar?

