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Dorothea Kliche-Behnke
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Frage von Sara R. •

Wie rechtfertigen Sie Kürzungen ausgerechnet bei der psychischen Gesundheitsversorgung, und werden Sie sich dagegen einsetzen? (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz)

ich mache mir wirklich Sorgen wegen der geplanten Kürzungen in der Psychotherapie. Kassenplätze bekommen 4,5% weniger Honorar. Wer einen halben Kassenplatz hat (das ist die Mehrheit!), soll nur noch 18 statt 30 Patient*innen pro Woche behandeln. Und es soll dann auch noch das gesetzliche Mindesthonorar fallen.

Das ergibt für mich keinen Sinn. Psychotherapie macht gerade mal ein Prozent der GKV-Ausgaben aus. Gleichzeitig ist Suizid die häufigste Todesursache bei 10- bis 25-Jährigen, und psychische Erkrankungen führen im Schnitt zu 42 Krankheitstagen im Jahr.

Wer soll das eigentlich noch behandeln, wenn Kassenplätze unattraktiver werden und Praxen weniger Patient*innen aufnehmen dürfen? Der Mangel ist doch jetzt schon riesig. Zusätzlich dazu mussten die Therapeut*innen auch nach ihrem Studium noch eine lange und finanziell ungeklärte Ausbildung hinter sich bringen

Viele Grüße

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