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Dirk Heidenblut
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Frage von Jan U. •

Sind weiterreichende faktenbezogene Informationskampagnen geplant um die Unwahrheiten die in Bezug auf Cannabis vor allem durch Union und AfD verbreitet werden, zu entlarven?

Sehr geehrter Herr Heidenblut,

die Aufklärungskampagne in Bezug auf Cannabis muss auch nach dem 01.04.2024 zwingend weitergehen. Es ist teilweise erschreckend welche Unwissenheit da z.B. auf Seiten der Polizei herrscht. Man spricht immer noch von einer Droge und/oder Betäubungsmitteln, obwohl Cannabis aus dem BTMG gestrichen wurde. Dazu wird vor allem in südlichen Bundesländern Deutschlands weiterhin eine regelrechte Hetzjagd gegen Cannabis und seine Konsumenten unternommen – was komplett unnötig ist und nur unnötig Ressourcen bindet. Mit aller Gewalt will man seine konservative Agenda hochhalten. Kein Wunder wenn dann z.B. ein Chef der Polizeigewerkschaft CSU Mitglied ist. Wo Gesetzeslücken aufpoppen und sich Verbote einrichten lassen sind die Konservativen nicht fern.

Man frönt dem Alkohol auf jedem Bierfest (60.000 Tote jährlich durch Alkohol) und erzählt seinen Wählern weiterhin Horrormärchen über Cannabis die nicht stimmen. Fakten spielen keine Rolle, es geht nur um Ideologie.

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Antwort von
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Sehr geehrter Herr U.,

nein, flächendeckende Kampagnen zu Cannabis, ausgenommen im Rahmen von Präventionskampagnen, sind nach meiner Kenntnis nicht geplant.

Ja, auch für mich ist ärgerlich, wenn auch nicht unerwartet, wie mit Falschinformation Cannabis verteufelt wird, von den gleichen Menschen, die weitaus gefährlichere Drogen wie Alkohol sogar fördern und so, wie die CSU in Bayern, die Gesundheit der Menschen schädigen und Kinder- und Jugendschutz mit Füßen treten.  

Ich gehe aber davon aus, die Entkriminalisierung und Teillegalisierung wird am Ende, auch durch insgesamt bessere Information, bei der Entstigmatisierung wirken.

Mit freundlichen Grüßen,

Dirk Heidenblut 

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