Es soll eine Kopplung von Renteneintrittsalter und Lebenserwartung geben. Bist du dafür oder dagegen?
Reformpapier (laut ZDF)
Sehr geehrte Frau W.,
die moderate Anhebung des Rentenalters gekoppelt an die Lebenserwartung ist einer der Vorschläge, die die Alterssicherungskommission zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung gemacht hat. In der Praxis bedeutet das Folgendes: Legt man die aktuell erwartete Entwicklung der Lebenserwartung zugrunde, so würde die Regelaltersgrenze ab dem Jahr 2032 etwa alle zehn Jahre um ein halbes Jahr steigen. Sie würde dann im Jahr 2042 bei 67,5 Jahren liegen. Die Regelaltersgrenze mit 70 würde danach erst im Jahr 2092 erreicht. Dies soll nur gelten, wenn die Lebenserwartung tatsächlich steigt, die Menschen also länger gesund leben. Der Bundestag oder ein unabhängiges Gremium (z.B. Sozialbeirat) soll regelmäßig überprüfen, ob die Grundannahmen über die Lebenserwartung tatsächlich zutreffen. Ich persönlich finde diese Empfehlungen der Alterssicherungskommission erst einmal nachvollziehbar. Wenn wir die Rente stabilisieren wollen, müssen alle einen Teil dazu beitragen. Sinnvolle Übergangslösungen für rentennahe Jahrgänge müssen dennoch gefunden werden.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Walter
