Cornelia Ernst
DIE LINKE

Frage an Cornelia Ernst von Qe. Jbystnat Fpujnem bezüglich Gesundheit

05. April 2019 - 09:11

Tabakdrogen sind die unbestritten größte Gefahr für Leben und Gesundheit des Menschen. Anbau, Verarbeitung, Vertrieb und Gebrauch von Tabak und Tabakprodukten schädigen Natur und Umwelt über alle Maßen und zerstören die Ernährungsgrundlage in den Anbauländern der Dritten Welt. Ich sehe die Politik in der Pflicht, hier unverzüglich einzugreifen. Ihre Partei Die Linke hat sich diesem Anliegen gegenüber aufgeschlossen gezeigt. Ich spreche hier im Namen einer Nichtraucher-Initiative. Bitte setzen Sie sich in Brüssel für eine europaweite Ächtung der Tabakdrogen ein! Bereits 1988 hatte die erste Europäische Tabakkonferenz in Madrid unter Teilnahme von Regierungsvertretern ein tabaknikotinfreies Europa proklamiert. Nun wird es Zeit, dieses Vorhaben nach über 30 Jahren endlich umzusetzen. Helfen Sie bitte dabei! Mit Spannung erwarte ich Ihre Antwort.
Dr. Wolfgang Schwarz, Dresden

Frage von Qe. Jbystnat Fpujnem
Antwort von Cornelia Ernst
18. April 2019 - 15:39
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 6 Tage

Sehr geehter Herr Dr. Fpujnem,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mehr als 120.000 Menschen in Deutschland sterben im Jahr an den Folgen des Tabakkonsums. Vor diesem Hintergrund ist die Haltung der Union, Tabakwerbung weiter zu erlauben, ein Skandal. Die Interessen der Tabakindustrie nach hohen Gewinnen haben bislang Vorrang vor der Gesundheit der Bevölkerung. Damit muss endlich Schluss sein.
Zwischen 2010 und  2015 hat allein der Tabakkonzern Philip Morris 544.000 Euro für Parteievents von CDU, CSU, SPD und FDP sowie deren parteinahe Organisationen gezahlt. Die Tabakindustrie erkauft sich seit Jahren das Wohlgefallen der Politik und verhindert so umfassende Werbeverbote. Dies geht zulasten der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die sich mit der Plakatwerbung beispielsweise auf dem Weg zur Schule konfrontiert sehen können.

Die LINKE. im Europaparlament setzt sich dafür ein, insbesondere Jugendliche vom Einstieg in den Tabakkonsum, auch durch E-Zigaretten, abzuhalten.
2014 ist die Tabakrichtlinie überarbeitet worden, und im Zuge dessen hat sich die linke Fraktion dafür eingesetzt, dass durch Warnhinweise und Bilder auf den Packungen die Attraktivität von Zigarettenpackungen eingeschränkt wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Cornelia Ernst
Mitglied des Europaparlament
Delegation DIE LINKE im EP