Was ist Ihr Standpunkt zu den geplanten (und z.T. bereits vollzogenen) Leistungskürzungen und Reformen bzgl. der psychotherapeutischen Versorgung?
Sehr geehrter Herr Rützel,
die aktuelle Lage der psychotherapeutischen Versorgung ist prekär. Neben monate- bis jahrelangen Wartezeiten auf Therapieplätze, wurden die Gehälter von Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen um 4,5% gekürzt. Dies und die nun geplante Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen wird die psychotherapeutische Versorgung weiter verschlechtern. Zudem ist aufgrund der fehlenden Finanzierung der Weiterbildung zum Fachpsychotherapeuten bzw. zur Fachpsychotherapeutin nach der Reform des Psychotherapeutengesetzes von 2019, auch die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung gefährdet.
Mich interessiert, wie Sie mit diesem Problem, besonders in Hinblick auf das Recht auf psychische und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs.2 des Grundgesetzes) und der Verpflichtung zuständiger Akteure zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung nach § 27 SGB V und § 75 SGB V, bei ihrer Tätigkeit im Bundestag umgehen werden.
Mit freundlichen Grüßen
H. F.

