Wie stehen Sie zur Demontage der Sozialsysteme einhergehend mit zunehmenden Belastungen für die geringen und mittleren Einkommen, bei gleichzeitiger Förderung der Reichen und Unternehmen.
Finanzierbarkeit - „Mär vom aufgeblähten deutschen Staat“ – unauffällige Entwicklung im internationalen und historischen Vergleich
https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-datencheck-entkraeftet-maer-vom-aufgeblaehten-deutschen-staat-57403.htm
Grundsicherung - Drangsalierung,Defamierung und Belastung derer die am Existenzminimum leben
https://www.fr.de/wirtschaft/buergergeld-wird-abgeschafft-heftige-kritik-an-neuer-grundsicherung-rueckschritt-beim-sozialstaat-zr-94203668.html
Krankenversicherung - Leistungskürzungen und Belastungen der Versicherungsnehmer
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/gesundheitsreform-gesetz-kabinett-beschluss-reaktionen
Rentenpaket - Merzsches Förderprogram für Banken und Versicherungen
https://taz.de/Kanzler-beim-Deutschen-Gewerkschaftsbund/!6173941/
Arbeitszeit - WSI-Studie: Lange Arbeitszeiten in der Schweiz gehen mit höheren Teilzeitquoten, mehr Stress und emotionaler Erschöpfung einher – mit Milliardenkosten für die Wirtschaft.
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Sehr geehrter Herr D.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Der von Ihnen zitierte Datencheck der Hans-Böckler-Stiftung bestätigt, was wir als SPD seit langem betonen: Deutschland hat keinen aufgeblähten Staat. Im internationalen Vergleich liegt unser Land bei den Staatsausgaben im Mittelfeld, und der öffentliche Dienst ist in vielen Bereichen eher unter- als überbesetzt – ob in Schulen, Gesundheitsämtern oder bei der Deutschen Bahn. Auch ist die Summe aller Sozialleistungen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt in den letzten Jahren und Jahrzehnten lediglich geringfügig gestiegen. Das ist hier gut dargestellt:
Wer also behauptet, wir müssten den Sozialstaat „verschlanken", um wettbewerbsfähig zu bleiben, argumentiert an den Fakten vorbei. Die Frage ist nicht, ob wir uns einen starken Sozialstaat leisten können. Denn ein funktionierender Sozialstaat ist kein Luxus, sondern das Fundament unserer Demokratie. Er gibt Menschen Sicherheit in Krisen, ermöglicht Aufstieg durch Bildung und sorgt dafür, dass Krankheit oder Arbeitslosigkeit niemanden in den Abgrund stürzen. Genau dafür wurde die SPD gegründet. Und dafür kämpfen wir auch weiterhin.
In der Rentenpolitik warten wir aktuell auf die Ergebnisse der Rentenkommission, die am 30. Juni veröffentlicht werden sollen. Für mich ist klar, dass es dabei weder um Kürzungen noch um eine Erhöhung des Renteneintrittsalters gehen kann, sondern um Maßnahmen zur Sicherung des Rentenniveaus. Denn unser umlagefinanziertes Rentensystem funktioniert grundsätzlich.
Ich nehme Ihre Stimme gerne mit in meine politische Arbeit.
Freundliche Grüße
Bernd Rützel

