Sehr geehrte Frau von Storch, wie würden Rentensystem und Gesundheitswesen ohne Zuwanderer funktionieren, und wie wollen Sie Ihre Versprechen bei gleichzeitiger Remigration erfüllen?
Sehr geehrte Frau von Storch,
ich bitte um Aufklärung zu Widersprüchen in Ihrem Wahlprogramm:
Rente - Fakten: - Deutsche Rentenversicherung (2024): Zuwanderer dämpfen Beitragssatzanstieg - Aktuell: 2,1 Beitragszahler pro Rentner, 2030: nur 1,5 - Ohne Zuwanderung: Bis 2070 nur 37,1 Mio. Erwerbsfähige (statt 45,3 Mio.)
Gesundheitswesen - Fakten: - 306.700 ausländische Pflegekräfte (18% aller Pflegekräfte) - 68.100 ausländische Ärzte (16%), am Klinikum Hildburghausen in Thüringen 80% Ärzte mit Migrationshintergrund - Bis 2030: 950.000 fehlende Fachkräfte im Gesundheitswesen (PwC) - Bis 2030: 500.000 zusätzliche Pflegekräfte nötig (IW Köln)
Ihr Wahlprogramm: 1. "Signifikante Rentenerhöhung" 2. "Umfassende Rückführungsoffensive"
Meine Fragen: Wie finanzieren Sie höhere Renten bei weniger Beitragszahlern? Wer pflegt unsere Alten, wenn fast jede 5. Pflegekraft remigiert wird? Haben Sie Berechnungen?
Mit freundlichen Grüßen
Quelle: Rainer Stadler SZ 9.3.25 "Heilen trotz Vorurteilen"
Sehr geehrter Herr L.
ich danke Ihnen für Ihre Frage. Asylbewerber und Flüchtlinge sind keine Einwanderer. Sie kommen, um einen temporären Schutz zu erhalten. Wenn der Grund für ihren Aufenthalt in der Bundesrepublik entfallen ist oder nie gegeben war, müssen diese in ihre Heimat zurückkehren.
Fast die Hälfte aller Bürgergeldempfänger sind nach offiziellen Angaben Ausländer. Dass dieser Umstand keinen Beitrag zur Finanzierung des Rentensystems in Deutschland leistet, ist offensichtlich. Dass hochqualifizierte Fachkräfte in Deutschland einen wichtigen Beitrag in Deutschland leisten können, hat die AfD hingegen nie bestritten.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland wird sich durch Automatisierung, Rationalisierung und den Einsatz künstlicher Intelligenz in den nächsten Jahren drastisch verändern. Für die Zukunft des Rentensystems wird daher weniger die absolute Zahl der Beschäftigten als die Produktivität und das erwirtschaftete Einkommen relevant sein. Selbst eine schrumpfende Bevölkerung kann in Zukunft einen höheren Wohlstand erwirtschaften, wenn diese entsprechend qualifiziert ist. Darum setzen wir die Priorität auf Qualifikation und Bildung statt auf Einwanderung.
Mit freundlichen Grüßen
Beatrix von Storch und Team

