Wie realistisch ist der Plan, künftige Beamte in die Rentenversicherung einzahlen zu lassen?
Sehr geehrte Frau Bas,
vielen Dank für Ihren mutigen Vorschlag. Dieser ist längst überfällig. Bleibt zu hoffen, dass er auch umgesetzt wird, auch wenn sich die Wirtschaftsweisen untereinander nicht einig sind. Der gegenwärtige Zustand ist nicht mehr vermittelbar und vereinbar, aber notwendig, auch wenn Gesetze geändert/angepasst werden müssen.
Dazu gehört auch die Beseitigung des Privilegs der privaten Krankenversicherung/Beihilfe. Das gehört ebenso reformiert.
Mit freundlichen Grüßen
Herbert M.
Sehr geehrter Herr M.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Ich habe mich für die Einführung einer Erwerbstätigenversicherung ausgesprochen, in die neben Arbeitnehmern auch Selbständige, Beamte und Abgeordnete einzahlen. Auch die Alterssicherungskommission hat eine Erwerbstätigenversicherung in ihrem Bericht als „Idealbild der Alterssicherung“ bezeichnet. Sie sieht jedoch für die Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten verfassungsrechtliche Hürden und mögliche finanzielle Nachteile für öffentliche Haushalte und die gesetzliche Rentenversicherung. Die Kommission schlägt daher zunächst vor, Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung zu übertragen. Wir werden nun schnellstmöglich an die Umsetzung der Kommissionsempfehlungen gehen.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas

