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Frage von Klaus-Dieter R. •

Warum wird der Kinderfreibetrag nicht abgeschaft

Kinder: Das Kindergeld von derzeit monatlich 259 Euro je Kind soll kommendes Jahr auf 267 Euro und auf 272 Euro im Jahr 2028 steigen. Auch der Kinderfreibetrag wird erhöht. Der Kinderfreibetrag greift ja nur bei höheren Einkünften in der Einkommensteuererklärung, dadurch erhalten sehr gut verdienente mit Kindern zusätzliche Steuererstattungen (zusätzliches Kindergeld). Also kann man davon ausgehen das Kinder von sehr gut verdieneten mehr Wert sind als Kinder von normal verdienenten. Nach meiner Meinung müsste der Kinderfreibetrag abgeschaft werden, damit das Kindergeld für alle gleich ist.

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr R.,

vielen Dank für Ihre Frage.

Hintergrund des Kinderfreibetrags ist das verfassungsrechtliche Grundprinzip, dass das sächliche Existenzminimum eines Kindes steuerfrei gestellt werden muss. Ein Freibetrag wirkt sich immer entsprechend dem persönlichen Steuersatz aus. Deshalb ist die steuerliche Entlastung bei höheren Einkommen größer als bei niedrigeren.

Daneben gibt es das Kindergeld, das einerseits eine Vorauszahlung auf die steuerliche Wirkung des Kinderfreibetrags darstellt, vor allem aber Familien mit geringerem Einkommen deutlich stärker unterstützt. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, die Schere zwischen der Entlastungswirkung der Kinderfreibeträge und dem Kindergeld schrittweise zu verringern und bei einer Erhöhung des Kinderfreibetrags auch das Kindergeld adäquat anzuheben. Bei der kommenden Einkommensteuerreform ist daher vorgesehen, dass neben einer Erhöhung der Kinderfreibeträge auch das Kindergeld steigt.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Bas

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