Verhinderungspflege
Sehr geehrte Frau Bas,
ich bin Mama von vier Kindern und geschieden. Mein Ex Mann kümmert sich nicht um die Kinder. Somit mache ich alles alleine. Mein jüngerer Sohn hat aufgrund von Muskeldystrophie Duchenne Pflegegrad 5 und ist zu 100% schwerst Körperbehindert. Ich arbeite in der Altenpflege mit einer 26,75 Stunden Woche. Das Geld für die Verhinderungspflege/Kurzzeitpflege hat mir in all den Jahren oft durch schwierige Zeiten geholfen, in denen dann stundenweise eine Bekannte auf meinen Sohn aufgepasst hat. Wie soll ich Pflege und Arbeit in der Zukunft unter einen Hut bringen und nicht vollständig daran zerbrechen? Warum muss am falschen Ende gespart werden? Ich bin wirklich sehr fassungslos. Wenn diese Reform durchkommt bin ich ja schon fast dazu gezwungen meinen Job aufzugeben. Es ist jetzt schon schwer, finanziell über die Runden zu kommen. Alleine meine Miete für eine behinderten gerechte Wohnung ist so viel wie ich verdiene. Ich wollte mein Leben niemals vom Staat abhängig sein

