Sehr geehrter Frau Bas, Wie will sich die Regierung und die SPD-Fraktion auf die absehbar kommende Energiekrise durch die Situation an der Straße von Hormus vorbereiten? Es kommen keine Tanker mehr.
Sehr geehrter Herr L.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Die Situation zeigt sehr deutlich, wie abhängig wir bei fossilen Energieträgern noch immer von internationalen Transportwegen sind. Darauf bereiten wir uns auf mehreren Ebenen vor.
Kurzfristig geht es darum, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und starke Preissprünge abzufedern. Dafür stehen strategische Reserven zur Verfügung, und mit der kurzfristigen Senkung der Energiesteuer federn wir extreme Preissprünge ab für die Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind.
Gleichzeitig arbeiten wir eng mit unseren europäischen Partnern zusammen, um Lieferketten abzusichern und alternative Bezugsquellen zu nutzen. Unser Ziel ist, auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben und Engpässe zu vermeiden.
Wenn internationale Handelswege gefährdet sind, stellt sich zudem die Frage nach deren Schutz, auch in der Straße von Hormus. Klar ist: Solche Entscheidungen treffen wir nicht allein, sondern nur mit unseren Partnern und auf klarer rechtlicher Grundlage.
Entscheidend ist aber die langfristige Konsequenz: Wir müssen unabhängiger werden von fossilen Importen. Deshalb treiben wir den Ausbau erneuerbarer Energien und die Modernisierung unserer Energieversorgung weiter voran.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas

