Inwiefern ist die „Rente mit 63“ gegenüber der jungen Generation gerecht, wenn diese die Kosten mitträgt, aber selbst möglicherweise nicht mehr von einer vergleichbaren Regelung profitieren wird?
Sehr geehrte Frau Bas,
als 21-Jähriger verfolge ich die Rentendebatte aufmerksam und mache mir Sorgen um die Altersvorsorge meiner Generation. Mir ist bewusst, dass der demografische Wandel unser Rentensystem vor große Herausforderungen stellt. Ich sorge daher selbst privat vor.
Dennoch frage ich mich, inwiefern das Festhalten Ihrer Partei an der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren meiner Generation gegenüber gerecht ist. Wir finanzieren die heutigen Renten mit, müssen mit steigenden Sozialabgaben rechnen und werden voraussichtlich kaum von vergleichbaren Regelungen profitieren.
Gerade angesichts der jüngsten Gerechtigkeitsdebatten nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland habe ich den Eindruck, dass die Interessen der jungen Generation erneut zu wenig Beachtung finden.
Wie rechtfertigen Sie diese Regelung gegenüber jungen Menschen, und wie wollen Sie unsere Interessen künftig stärker berücksichtigen?
Mit freundlichen Grüßen
Deniz C.

