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Frage von Kerstin S. •

Frage an Anna Jahn von Kerstin S. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

In Ihrem Programm steht, Sie möchten Ethik als generelles Schulfach einführen.
Was wird dann mit dem sonstigen Religionsunterricht geschehen?

Und wie sehen Ihre Aktivitäten zur Trennung von Kirche und Staat aus? Werden Sie gegen die ständigen Zahlungen an religiöse Einrichtungen angehen?

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Antwort von
DIE LINKE

Liebe Frau Schmidt,

Religiöse Bildung eines bestimmten Glaubens ist meiner Meinung nach
Privatsache, dementsprechend sollten dafür dann auch die Eltern oder die
Glaubensgemeinschaft zuständig sein, nicht die Schule.
Sakularität, also die Trennung von Kirche und Staat ist mir sehr
wichtig. Wenn eine bestimmte Religion einen Staat beeinflusst, ist das
meiner Meinung nach nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, weil es
Menschen ohne oder mit einer anderen Konfession/ Religion benachteiligt.
Deshalb bin ich auch gegen die Zahlungen an bestimmte religiöse
Einrichtungen durch den Staat, ausgenommen sind Zahlungen die an alle
gleichberechtigt gehen oder der Erhaltung kultureller Gebäude dienen -
die dann aber auch in öffentliche Hand und nicht der Kirche/ religiösen
Institution gehören.
Besonders kritisch finde ich auch, dass die Kirchensteuer über den Staat
gezahlt wird und hier der Kirche Arbeit abgenommen wird. Sollte eine
Glaubensgemeinschaft Abgaben ihrer Anhänger:innen verlangen, ist es auch
ihre eigene Meinung diese "einzutreiben".
Ich finde alle Religionen sollten gleichberechtigt existieren dürfen,
niemand sollte wegen seiner Religion oder Glauben oder weil die Person
keinen Glauben hat benachteiligt werden, das bedeutet auch, dass
Religion in der Politik nichts zu suchen hat.

Ich hoffe das beantwortet Ihre Frage, gerne dürfen Sie mir zu diesem
oder anderen Themen weitere Fragen stellen.

Viele Grüße
Anna Jahn