Sehr geehrte Frau Aeikens,warum sollen Kinderlose einen höheren Rentenbeitrag zahlen als Eltern?MfG Patrik B. https://www.trading-house.net/ju-chef-fordert-extra-rentenbeitrag-fuer-kinderlose/67364634
Wer garantiert daß diese Kinder ihren Teil des Generationenvertrages erfüllen wie die JU unterstellt?
Wenn diese Kinder Beamte, Abgeordnete oder andere Berufe ausüben ,die in Berufsständischen Versorgungswerken organisiert sind,z.B. Juristen,Ärzte, Notare,Apotheker etc., welchen Beitrag außer Steuern leisten diese Gruppen zum Solidarsystem auf dem der Generationenvertrag beruht?
https://www.bpb.de/themen/soziale-lage/rentenpolitik/289213/berufsstaendische-versorgungswerke/
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19473/generationenvertrag/
Wie diskriminierend ist diese Forderung für alle ungewollt Kinderlosen?
Warum lehnen Sie einen solchen Ausgleich über das Steuersystem ab z.B. mit der Abschaffung des Ehegattensplittings, das die Steuerzahler etwa 22 Mrd. Euro/Jahr kostet,zugunsten eines Familiensplittings?
Steuererhöhungen für Vermögende lehnen sie ab, aber Abgabenerhöhungen für kinderlose Geringverdiener,das fordert die JU.
Sehr geehrter Herr B.,
haben Sie vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die Junge Union hat auf dem jüngsten CDU-Bundesparteitag einen Antrag mit dem Titel „Reformjahr 2026 – Mut zu Entscheidungen“ eingebracht, der zahlreiche Forderungen/Anregungen aus den Bereichen Arbeit, Soziales und Teilhabe aufzählt. Unterpunkt 1.8. des Antrages lautet „Geringere Rentenversicherungsbeiträge für Eltern“ und fordert, die Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung künftig nach der Anzahl der Kinder zu differenzieren. Hintergrund der Forderung ist die langfristige finanzielle Stabilität des Rentensystems. Ein ähnliches Modell existiert bereits in der sozialen Pflegeversicherung, wo Kinderlose ab 23 Jahren seit 2023 einen höheren Beitragssatz von 0,6 Prozentpunkten zahlen.
Der Parteitag ist der Empfehlung der Antragskommission gefolgt und hat den Antrag der Jungen Union zur weiteren Beratung an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion überwiesen. Wie damit weiter verfahren wird, müssen die Fraktionsgremien entscheiden, weshalb ich an dieser Stelle kein abschließendes Urteil über Inhalt oder Erfolgsaussichten treffen kann.
Ich persönlich hätte übrigens kein Problem damit, wenn Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen würden. Inwiefern bestimmte Leistungen reformiert werden, wird aktuell durch die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission erarbeitet. Deren Arbeitsauftrag enthält auch die Vorgabe zu prüfen, inwiefern weitere Einkommensarten in die Rentenversicherung einbezogen werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Anna Aeikens, MdB

