Sehr geehrte Frau Freimuth, wie schätzen Sie die Netz-Flächenabdeckung bezogen auf High-Speed-Glasfaser Internet im ländlichen NRW ein?
Sehr geehrte Frau Freimuth,
wie ist der derzeitig Planungsstand, für Glasfaser und 5G Datenspeednetz für Mobile-Endgeräte?
Andere Länder, insbesondere die meisten Nachbar Länder sind uns in diesen Punkten voraus.
NRW ist ein mit z.B. dem Medienstandort Köln (technisch als auch wissenschaftlich) elementar wichtig für Bundesland und Republik. Welche Födermaßnahmen wird es geben und welchen einfluss hat der Länderfinanzausgleich für diesen Wirtschafts- und Wissenschaftszweig?
Viele Grüße
Eric J. (Legastheniker)

Sehr geehrter Herr J.,
haben Sie freundlichen Dank für Ihr Interesse an der Versorgung mit modernen digitalen Netzen in Nordrhein-Westfalen. Ich teile Ihre Einschätzung zur Bedeutsamkeit unseres Bundeslandes und noch mehr zur Notwendigkeit eines flächendeckenden Anschlusses an eine moderne Digital-Infrastruktur.
Vieles kann und muss schneller gehen, gleichwohl hat Nordrhein-Westfalen in den letzten 10 Jahre deutliche Fortschritte gemacht. Beispiel:
Zum Stichtag 27. August 2025 beträgt die 5G-Netzabdeckung in Nordrhein-Westfalen netzübergreifend 95,7 %, die 4G-Abdeckung liegt bei 98,5 %. Detaillierte Zahlen zum Mobilfunkausbau finden Sie im öffentlich zugänglichen Dashboard auf Mobilfunk.NRW.
Der Glasfaserausbau zeigt noch Potential, wird er doch daran gemessen, wie viele Haushalte mindestens einen Glasfaseranschluss bis ans Gebäude erhalten können. Laut NRW-Wirtschaftsministerium lag dieser Anteil im Juni 2024 bei rund 37 % aller Haushalte in NRW.
Die FDP setzt sich für einen schnellen, effizienten und flächendeckenden Ausbau der digitalen Infrastruktur ein. Unser Ansatz ist dabei:
- Der marktgetriebene Ausbau hat Vorrang. In Regionen, in denen ein wirtschaftlicher Ausbau durch die Netzbetreiber nicht möglich ist, unterstützen Bund und Land gezielt mit Fördermitteln. Die Auswahl dieser Fördergebiete erfolgt durch die Kommunen.
- Fördermittel müssen passgenau und zielgerichtet eingesetzt werden. Geld aus öffentlichen Haushalten muss dort wirken, wo der Markt allein nicht weiterkommt.
- Genehmigungsverfahren müssen schneller und unbürokratischer werden. Hier sehen wir erhebliches Potenzial, um den Ausbau zu beschleunigen.
- Faire Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter sind entscheidend. Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Akteure lehnen wir ab.
Die Bundesregierung hat weitere Aktivitäten in Zusammenarbeit mit den Ländern angekündigt und sieht sich der Kontinuität für einen flächendeckenden und leistungsfähigen Ausbau der digitalen Infrastruktur verpflichtet. Dieses Ziel müssen auch die Bundesländer weiter unterstützen. Denn wir wollen wir den Wirtschaftsstandort Deutschland endlich wieder stärken.
Eine moderne Digital-Infrastruktur ist unabdingbar für den Wirtschaftsstandort. Auch wenn wir schon Vieles in den vergangenen 10 Jahren erreichen konnten, wollen und müssen wir besser und schneller werden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung dabei!
Mit freundlichen Grüßen
Angela Freimuth