Wie stehen Sie zur Kürzung der Psychotherapiehonorare?
Ich arbeite seit 1999 in unserer Gemeinschaftspraxis als Psychotherapeut und Kinder- und Jugend.psychotherapeut. Ich erbringe 40 Behandlungsstunden pro Woche, um damit den Durchschnittwert der Vergleichsfachgruppe der Fachärzte zu erreichen. Jetzt ist das Honorar gekürzt worden, so dass wir trotz Vollauslastung das Minimum nicht mehr erreichen. In der Konsequenz werden wir dann wieder mehr Privatkassenbehandlungen durchführen, um das Praxisniveau zu halten, was die Wartezeiten, die jetzt schon bei mehr als 1 Jahr liegen, nochmals verlängern dürfte. Deswegen bitte ich Sie, sich für ein Gesetz einzusetzen, dass es dem Gesundheitsministerium erlauben würde, solche Beschlüsse für nichtig zu erklären, zumal dieser Beschluss vor dem Bundessozialgericht sehr wahrscheinlich als rechtswidrig beurteilt werden wird. Der Klageweg zieht sich leider über Jahre, so dass die Patientenversorgung davon nicht oder erst in mehreren Jahren profitieren würde. Ich hoffe auf Ihr Verständnis.

