Portrait von Andreas Hein
Andreas Hein
CDU

Frage an Andreas Hein von Ervauneq Xabs bezüglich Energie

28. September 2020 - 01:33

In Brunsbüttel wird ein LNG-Terminal geplant, der mit zwei Tanks mit einem Energiegehalt von jeweils über 100 Hiroshima-Atombomben ausgestattet werden soll. Angesichts der zahlreichen Unfälle mit LNG-Infrastruktur http://citizensagainstlng.com/wp/wp-content/uploads/2014/11/Cabrillo-Port-EIR-Appendix-C3_List-of-LNG-Accidents.pdf und Schiffen, auch auf der Elbe und in Brunsbüttel https://hansa-online.de/2020/02/featured/146248/tanker-beschaedigt-bei-kollision-suedschleuse-in-brunsbuettel/c , würde von diesem Terminal und dem damit verbundenen Schiffsverkehr eine erhebliche Gefahr mit möglicherweise katastrophalen Folgen ausgehen, wie das Beispiel Beirut deutlich vor Augen geführt hat. https://www.keinco2endlager.de/werden-brunsbuettel-stade-oder-wilhelmshaven-das-naechste-beirut/
Zudem wird dieser Terminal nicht gebraucht und würde eine komplett neue fossile Infrastruktur in Deutschland etablieren.

Warum unterstützt die CDU im Landtag und der Landesregierung die Subventionierung dieses Klimakillers mit 50 Mio. Euro Landesmitteln (Umdruck 19/3227, Einzelplan 06 LNG, http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl19/umdrucke/03200/umdruck-19-03227.pdf ) (und 50 Mio Euro Bundesmitteln plus Umlage der Anbindungskosten auf den Gaskunden) sowie Enteignung und enteignungsgleiche Eingriffe gegen Landwirte zur Förderung neuer fossiler Infrastruktur, z.B. über eine Duldungsanordnung des von Minister Albrecht geführten MELUND: https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energiewende/200724_Duldungsanordnung_geschw%C3%A4rzt.pdf , obwohl der geplante LNG-Terminal weder wirtschaftlich noch genehmigungsfähig und bisher auch noch gar nicht beantragt ist?

Frage von Ervauneq Xabs
Antwort von Andreas Hein
23. Oktober 2020 - 16:42
Zeit bis zur Antwort: 3 Wochen 4 Tage

Sehr geehrter Herr Xabs,

vielen Dank für Ihre Frage. Wie Sie sicherlich wissen, steht die CDU-Landtagsfraktion zum Bau eines LNG-Terminals in Brunsbüttel - wie im Koalitionsvertrag gemeinsam mit Bündnis 90 / Die Grünen und FDP vereinbart.

Es ist unbestritten, dass im Sinne des Klimaschutzes die Reduzierung von Emissionen sowie die massive Verringerung vom Verbrauch der auf Erdöl basierenden Antriebsstoffe angestrebt werden muss. Dies gilt selbstverständlich auch für die Schifffahrt. LNG wird von vielen als emissionsreduzierende Brückentechnologie und derzeitige Alternative zum Schiffsdiesel gesehen.

Solange bei der Planung und dem Bau eines LNG-Terminals weiterhin höchste Sicherheitsmaßstäbe angewandt und eingehalten werden, liegen derzeit sicherlich keine Gründe vor die der Genehmigung entgegenstehen könnten.

Ich persönlich setze in Zukunft auf Wasserstoff, grünes Methanol etc. und sogenannte „synthetische Kraftstoffe“ aus erneuerbaren Energien.
Herzliche Grüße und bleiben sie gesund
Andreas Hein