DIE LINKE

Frage an André Hahn von Senax Fpubym bezüglich Demokratie und Bürgerrechte

17. November 2014 - 15:45

Sehr geehrter Herr Dr. Hahn,

ich möchte nochmals auf meine Frage vom 20.01.2014 und Ihre Antwort vom 22.01.2014 Bezug nehmen.
Sie schreiben ,dass im ersten Quartal 2014 von Ihrer Fraktion eine kleine Anfrage zum Thema gestellt werden.
Wurde diese Anfrage durch Ihre Fraktion gestellt und was waren die Auskünfte der Bundesregierung?
Warum wird dieses Thema so "zögerlich "behandelt und Teile der Studie immer noch geheim gehalten?
Nun reift in mir die Erkenntnis ,das man bewußt weiter verheimlicht um Personen zu schützen.
Für eine Auskunft wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

F.Scholz

Frage von Senax Fpubym
Antwort von André Hahn
01. Dezember 2014 - 17:51
Zeit bis zur Antwort: 2 Wochen

Sehr geehrter Herr Scholz,

vielen Dank für Ihre Nachfrage zum Thema Doping, Dopingstudien und den Umgang mit diesem Thema im Deutschen Bundestag.

Wie ich in meiner Antwort auf Ihre Ursprungsfrage versprochen hatte, haben wir eine erste Kleine Anfrage dazu im ersten Quartal, konkret im März dieses Jahres, an die Bundesregierung eingereicht (Drucksache 18/683). Da uns die Antworten in einigen wichtigen Punkten nicht ausreichten, haben wir im November erneut eine Kleine Anfrage nachgeschoben, deren Beantwortungsschreiben seitens der Regierung uns soeben zugegangen ist (Drucksache 18/3171), ohne dass wir damit wirklich zufrieden sein können, denn so gut es ist, dass die Bundesregierung nunmehr endlich auch eine "Null-Toleranz-Politik gegenüber Doping" verfolgen will, so wenig akzeptabel ist es zugleich, dass sie dabei nicht in gleichem Maße bereit ist, sich mit der Dopinggeschichte des Sports der Bundesrepublik Deutschland vor und nach 1990 auseinanderzusetzen wie mit dem Doping im DDR-Sport."

Im Juni hat die Fraktion DIE LINKE zum Thema Dopingbekämpfung eine Sportkonferenz im Bundestag durchgeführt und dabei Sachverständige aus Ost und West, ehemalige Olympiasieger, Sportärzte und Doping-Opfer sowie Vertreter des DOSB und der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) zu Wort kommen lassen. Im Ergebnis entstand der Antrag "Anti-Doping-Gesetz für den Sport" vorlegen, der unsere Eckpunkte für ein solches Gesetz enthält (Drucksache 18/2308).

Darüber hinaus habe ich im Februar, März und November 2014 mit mehreren schriftlichen und mündlichen Anfragen zu aktuellen Sachverhalten im Zusammenhang mit der Doping-Problematik nachgehakt, so zum Beispiel zu den Behinderungen der Aufklärung von Doping-Verstrickungen der Medizinischen Fakultät der Uni Freiburg. Hinzu kommen mehrere Reden im Bundestag und diverse Presseerklärungen zum Thema. All das ist auch leicht im Wortlaut nachzulesen unter www.andre-hahn.eu unter dem Stichwort "doping" bei der Volltextsuche oder auch auf den Internetseiten der Bundestagsfraktion (www.linksfraktion.de).

Erst heute war ich im Übrigen auf einer Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen, in der es um eine Anerkennung und bessere Unterstützung für Opfer des Doping-Systems in Ost wie West ging.

Sie können also sicher sein, dass ich, dass ich, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes an der Thematik dranbleiben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. André Hahn MdB