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Albert Rupprecht
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Frage von Patrick H. •

Wie rechtfertigen Sie das Versagen der psychotherapeutischen Versorgung vor chronisch kranken Arbeitnehmern, die im System völlig allein gelassen werden und keine langfristige Hilfe bekommen?

Sehr geehrter Herr Rupprecht.

Ich leide an einer schweren chronischen Depression. Als Kind war ich in Therapie, bis die Krankenkasse die Hilfe einstellte. Seit 7 Jahren werde ich nun von einem Therapeuten zum nächsten geschickt – angeblich passe das Fachgebiet nie. Meine einzige Hilfe besteht aus etlichen Erstgesprächen und Klinikaufenthalten im absoluten Notfall. Ich schlucke abends starke Tabletten, um trotz Schichtarbeit schlafen zu können, erhalte aber keinerlei Unterstützung, um aus dieser gesundheitsschädlichen Arbeit rauszukommen. Im Betrieb (über 800 Mitarbeiter) werde ich wegen meiner Krankheitstage massiv unter Druck gesetzt. In die Klinik traue ich mich oft erst, wenn ich tief in der Krise stecke. Das System fängt mich nicht auf, es verwaltet mich nur. Was tun Sie ganz konkret, um das Kassensitz-Monopol aufzubrechen, damit Absolventen endlich Praxen eröffnen können und Menschen wie ich eine echte Chance auf eine dauerhafte ambulante Therapie bekommen?

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