(...) Bei uns warten Patienten drei- bis fünfmal so lange auf ein Organ, gehen darum auch verhältnismäßig kränker in die OP. Und wir sind gezwungen, Organe zu transplantieren, die in anderen Ländern vielleicht nicht für eine Operation zugelassen worden wären. Das wirkt sich auf die Lebensdauer aus. (...)
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(...) Zum Glück hat es in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte bei der Behandlung gegeben und bei einigen Krebsarten bestehen gute Heilungschancen. Allerdings spricht alles dagegen, das der Krebs in absehbarer Zeit ganz besiegt werden kann, wie es Minister Spahn verkündete. M.E. (...)
(...) Ziel ist es, den wartenden Patienten zu helfen. Daher sind die Überlegungen überfraktionell dahingehend, die bestmögliche Lösung zur Erhöhung der Spenderzahlen zu finden. Das kürzlich verabschiedete Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende ist ein erster bedeutender Schritt auf diesem Weg. (...)
(...) Wie Sie allerdings zu der Annahme kommen, dass sowohl für mich persönlich, das Parlament oder die Bundesregierung die Organtransplantation als prioritäre Therapieempfehlung anzusetzen ist, erschließt sich mir nicht. Es gilt immerhin die unumstößliche Therapiefreiheit der Ärzteschaft. (...)
(...) Ich bin vielmehr dafür, eine bessere Aufklärung zu gewährleisten und die regelmäßige Auseinandersetzung mit der Thematik zu fördern. Jede*r soll zum Beispiel bei der Beantragung des Personalausweises Informationen zur Organspende von den Meldebehörden erhalten. In einem bundesweiten Organregister sollen dann die Entscheidungen zur Organspende eingetragen werden. (...)
(...) Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die händeringend auf ein Spendeorgan warten, weil für sie eine Organspende lebensrettend sein kann. (...)