(...) Würde die öffentliche Hand diese Leistungen selbst erbringen oder Lohnunternehmen damit beauftragen, wäre dies ungleich teurer. Insofern sind Fördermittel für die Schaf- und Ziegenhaltung aus unserer Sicht eher ein fairer Gemeinwohlausgleich als eine Subvention. Zudem pflegen wir im Gegensatz zu anderen Parteien kein romantisch-verklärendes Verhältnis zu Prädatoren wie Wolf oder Luchs, die, wie etwa in Südfrankreich zu sehen ist, eine ernsthafte wirtschaftliche Bedrohung für jegliche Form der Weidehaltung darstellen. (...)
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Sehr geehrte Frau E.,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
(...) vielen Dank für Ihr Schreiben bezüglich des Themas der Schäferei. Ich hoffe sehr, dass der Traditionsberuf der Schäferei Fortbestand hat, weiß aber auch, dass viele Schäferinnen und Schäfer in einer schwierigen Lage sind. (...)
(...) Die bisherige Förderung der Schafhalter über entkoppelte, regional einheitliche Direktzahlungen hat sich bewährt. In Deutschland haben wir mit dem vollständigen Verzicht auf gekoppelte Direktzahlungen gute Erfahrungen gesammelt, denn die Betriebe können ihre Produktionsentscheidung ausschließlich an den Bedürfnissen des Marktes ausrichten. Davon haben auch die Schafhalter profitiert. (...)
Ich befürworte die Weidetierprämie und habe zusammen mit meiner Fraktion für sie gestimmt. Seit Jahren geht die Zahl der haupterwerblichen Schäfereien zurück und um diese Entwicklung zu stoppen, muss politisch gegengesteuert werden – auch um einen Zusammenbruch des Schafsektors zu verhindern. (...)
(...) Wir sind uns aber auch der resultierenden Schwierigkeiten für Herdenhalter und Schäfer bewusst. Darum haben wir auch einen Antrag „Rückkehr des Wolfes – Artenschutz und Herdenschutz zusammen denken“ (http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/005/1900589.pdf) eingebracht. Er enthält ein ganzes Maßnahmenpaket zu Gunsten von Wolf, Schäfer- und BäuerIn - wurde allerdings abermals von der Koalition abgelehnt. (...)