| Name Absteigend sortieren | Fraktion | Wahlkreis | Stimmverhalten | |
|---|---|---|---|---|
| | Hüseyin Aydin | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Eva Bulling-Schröter | DIE LINKE | 218 - Ingolstadt | Dagegen gestimmt |
| | Sevim Dağdelen | DIE LINKE | 115 - Krefeld II - Wesel II | Dagegen gestimmt |
| | Diether Dehm | DIE LINKE | 42 - Stadt Hannover II | Dagegen gestimmt |
| | Werner Dreibus | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Klaus Ernst | DIE LINKE | 251 - Schweinfurt | Dagegen gestimmt |
| | Wolfgang Gehrcke-Reymann | DIE LINKE | 184 - Frankfurt am Main II | Dagegen gestimmt |
| | Heike Hänsel | DIE LINKE | 291 - Tübingen | Dagegen gestimmt |
| | Lutz Heilmann | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Hans-Kurt Hill | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Nele Hirsch | DIE LINKE | 193 - Gotha - Ilm-Kreis | Dagegen gestimmt |
| | Inge Höger | DIE LINKE | 134 - Herford - Minden Lübbecke II | Dagegen gestimmt |
| | Ulla Jelpke | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Monika Knoche | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Ulla Lötzer | DIE LINKE | 102 - Leverkusen - Köln IV | Dagegen gestimmt |
| | Ulrich Maurer | DIE LINKE | 260 - Stuttgart II | Dagegen gestimmt |
| | Dorothée Menzner | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Kornelia Möller | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Wolfgang Neškovic | DIE LINKE | 64 - Cottbus - Spree-Neiße | Dagegen gestimmt |
| | Norman Paech | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Elke Reinke | DIE LINKE | Dagegen gestimmt | |
| | Paul Schäfer | DIE LINKE | 91 - Düren | Dagegen gestimmt |
| | Ilja Seifert | DIE LINKE | 157 - Löbau-Zittau - Görlitz - Niesky | Dagegen gestimmt |
| | Axel Troost | DIE LINKE | 54 - Bremen I | Dagegen gestimmt |
| | Jörn Wunderlich | DIE LINKE | 165 - Chemnitzer Land - Stollberg | Dagegen gestimmt |
Mit der einmaligen Verschiebung des Stichtages auf den 1. Mai 2007 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, die unter hohen Auflagen stehende Forschung an bereits existierenden embryonalen Stammzelllinien in Deutschland Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weiterhin zu ermöglichen, ohne dass von Deutschland aus die Gewinnung embryonaler Stammzellen oder eine Erzeugung von Embryonen zu diesem Zweck veranlasst wird. Dasselbe gilt für internationale Kooperationen im Sinne des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 30. Januar 2002. Mit dem "Gesetzentwurf 16/7981 (Stichtag verschieben)" vom 11. April 2008 wurde ein Kompromiss auf die offene Frage zum weiteren Umgang der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen in Deutschland gefunden. Die Verabschiedung des Stammzellgesetzes am 25. April 2002 erlaubte erstmals unter strengen Voraussetzungen die Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen in Deutschland, sofern sie in Übereinstimmung mit der Rechtslage im Herkunftsland dort vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Eine Anpassung der Stichtagsregelung auf ein Datum der jüngsten Vergangenheit wurde seitens der Antragsteller für notwendig erachtet, da die Zahl der vor dem Stichtag des 1. Januar 2002 gewonnenen embryonalen Zelllinien stark rückläufig sei. Dies hätte eine erhebliche Einschränkung des Umfangs der wissenschaftlichen Forschung zur Folge. Zudem seien die vor dem Stichtag gewonnenen Stammzellen lediglich unter "suboptimalen Kulturbedingungen kultiviert worden", was den wissenschaftlichen Nutzen in Frage stelle. Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen bleiben in Deutschland ohne Genehmigung weiterhin, sowie die Herstellung generell strafbar. Die Debatte um embryonale Stammzellforschung wurde im Deutschen Bundestag kontrovers diskutiert, da sie aus der Sicht mehrerer Abgeordneter viele ethische und moralische Fragen aufwerfe, die nur das individuelle Gewissen beantworten könne. Daher gab es zu dieser Abstimmung parteiübergreifend keinen Fraktionszwang. Zuvor waren der Gesetzentwurf 16/7982 (Stammzellforschung liberalisieren, zum Abstimmungsverhalten), sowie der Gesetzentwurf 16/7983 (Stammzellforschung verbieten, zum Abstimmungsverhalten) mehrheitlich abgelehnt worden. Der Gesetzentwurf 16/7984 (Straffreiheit für Forscher) und der Antrag 16/7985 (Stichtag beibehalten) wurden nach der erfolgreichen Annahme des Gesetzentwurfs 16/7981 (Stichtag verschieben) nicht mehr zur namentlichen Abstimmung gegeben.
