Väter-Lobbys etablieren das Dogma "Umgang um jeden Preis", sodass Kinder sogar ohne gemeinsame Sprache zum Vater gezwungen werden. Wann beenden Sie diesen ideologischen Einfluss in Jugendämtern?
Sehr geehrte Frau Schauws,
Recherchen (Tagesspiegel/Correctiv) belegen den Einfluss von Väterrechtsgruppen auf die Politik. Dieser Einfluss prägt längst die Praxis an Gerichten.
Ein aktueller Fall belegt das Dogma "Umgang um jeden Preis": Ein Kind wurde jahrelang zum Umgang gezwungen, obwohl Vater und Kind keine gemeinsame Sprache sprechen (der Dolmetscher wurde entgegen des Wunsches des Kindes gestrichen).
Statt das Kind zu schützen, übten alle staatlichen Akteure Druck aus: Sowohl die Richterin als auch der Verfahrensbeistand drängten das Kind massiv, auch mit Suggestivfragen, den Umgang zu akzeptieren. Auch der Träger des begleiteten Umgangs spielte mit und ignorierte die Not des Kindes.
Dies ist die direkte Folge einer Ideologie (oft basierend auf "PAS"), die von Lobby-Gruppen in Fortbildungen getragen wird: Der Wille des Kindes wird gebrochen, um das Elternrecht durchzusetzen. Wann sorgt Ihre Fraktion dafür, dass Jugendämter und Justiz vor diesem Einfluss geschützt werden?

