Torsten Geerdts
CDU
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Frage von Onorgg Fpujrqr-Byqruhf an Torsten Geerdts bezüglich Bildung und Kultur

# Bildung und Kultur 20. März. 2012 - 18:31

Hallo sehr geehrter Herr Geerdts,

die Stadt NMS wird langfristig kein reiner Hochschulstandort werden. Kooperationen sind mit Hochschulen aus anderen Städten aber bereits erfolgt, und Studiengänge können NMS in Zusammenarbeit mit den regionalen Bildungszentren stattfinden. Das bedingt eine gute und vor allem zeitgemäße Ausstattung der drei Bildungzenren. In wie weit kann das Land diese drei Bildungszentren in NMS finanziell dabei - vor dem Hintergrund der konsolidierungsmaßnahmen des Landeshaushaltes - unterstützen?

Vielen Dank!

Von: Onorgg Fpujrqr-Byqruhf

Antwort von Torsten Geerdts (CDU)

Sehr geehrte Frau Schwede-Oldehus,
 
Bildungschancen und -gerechtigkeit erfordern eine flächendeckende Bildungslandschaft auch im tertiären beruflichen und akademischen Bereich. Vielen Städten in Schleswig-Holstein bieten sich hier große Chancen. Neumünster darf da nicht außen vor sein!
 
Ganz persönlich unterstütze ich auch zukünftig nachhaltig den Prozess der Errichtung Regionaler Berufsbildungszentren. Mehr Eigenverantwortung und Erfolgsdokumentation, an der Schnittstelle von Bildung und Wirtschaft arbeitend, ist der Schlüssel zum Erfolg für die individuelle begabungsgerechte Förderung eines jeden einzelnen Schülers oder jeder einzelnen Schülerin. Die berufliche Bildung ist und bleibt für eine Mehrheit der Menschen der Weg in die Arbeitswelt und Gesellschaft in Deutschland.
 
In Schleswig-Holstein steigt die Quote der Abiturientinnen und Abiturienten und Inhaberinnen und Inhaber der Fachhochschulreife. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach besonders qualifizierten Fachkräften in Deutschland und verschärft sich die Wettbewerbssituation hinsichtlich der besten Arbeitskräfte zwischen Unternehmen, Regionen und Ländern. Ich sehe das - auch im Kontext von Bildungsgerechtigkeit und im Umgang mit Lebensarbeitszeit - als Auftrag, im Bereich akademischer Bildung zusätzliche Angebote zu schaffen.
 
Für mich steht dabei die Durchlässigkeit in allen Bildungsbereichen im Mittelpunkt. Akademische Bildung darf niemandem, der die Fähigkeiten hierzu mitbringt, verschlossen bleiben. Gleichzeitig erfordert Teilhabe an akademischer Bildung für viele junge Menschen - auch aus ökonomischen Gründen - eine gute Erreichbarkeit des Studienangebots.
 
Ich setze mich dafür ein, neben den Universitäten und Fachhochschulen eine weitere Hochschulart zu schaffen: die Duale Hochschule. Die Duale Hochschule steht im Bildungsschnittpunkt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und schließt mit dem Bachelor sowie der Berechtigung für ein aufbauendes Masterstudium ab.
 
Die Kriterien zur überregionalen Anerkennung, verabschiedet in einem Beschluss der Kultusministerkonferenz, werden eingehalten. Dadurch wird sie auch für junge Leute aus anderen Bundesländern attraktiv. Ich sehe die Duale Hochschule in Baden-Württemberg aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung als Vorbild an.
 
In Neumünster werde ich in engem Schulterschluss mit interessierten Unternehmen die Umsetzung prüfen. Die Studienrichtungen sind gemeinsam mit der Wirtschaft, orientiert an den Wirtschaftsschwerpunkten, festzulegen. So wird akademische Bildung in Schleswig-Holstein flächendeckend erreichbar und gleichzeitig der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein gestärkt. Die Dualität des Studiums (Theorie an der Hochschule und Praxis im Ausbildungsbetrieb mit Vergütung) fördert die Möglichkeit der akademischen Bildung und trägt daher zu mehr Bildungsgerechtigkeit und damit sozialer Gerechtigkeit bei. So werden Aufstiegschancen für alle mit einem flächendeckenden Angebot an akademischer Bildung über das Netzwerk ihrer Städte geschaffen.
 
Neumünster wird davon profitieren!
 
Mit freundlichem Gruß
Torsten Geerdts

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